Kleinunternehmerin bangt um ihr Geschäft und will Kunden digital betreuen

dzExistenzangst durch Corona

Alles dicht bis auf Geschäfte für den täglichen Bedarf: Das trifft auch den Nähladen von Heike Willingmann an der Bahnhofstraße. Sie setzt beim Konsum auf die soziale Ader ihrer Kundschaft.

Holzwickede

, 18.03.2020, 12:45 Uhr / Lesedauer: 1 min

Per Aushang am Laden und in ihrem Newsletter hat Heike Willingmann am Dienstagmorgen verkündet, dass auch sie ihren Laden mit sofortiger Wirkung bis zum 19. April schließen muss.

Stoffverkauf und Nähkurse an der Bahnhofstraße 2 ruhen. Miete, Strom, Versicherungen und Telefonkosten fallen weiter an. Was Heike Willingmann als Kleinunternehmerin passiert, ist momentan vielerorts keine Ausnahme.

Die Holzwickederin betreibt seit sechs Jahren ihr Geschäft „Näh dich glücklich“. Aktuell fürchtet sie ernsthaft darum: „Es ist eine Ausnahmesituation. Dramatisch und existenzbedrohend.“ Muss der Laden wie bislang angekündigt bis Mitte April schließen, könnte sie das wohl überbrücken. Danach würde es schwierig.

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Untätig bleibt Willingmann nicht. Sie verweist auf ihre digitalen Kanäle. Telefonisch, per Whatsapp, Instagram, Facebook, Skype: Stoffe präsentieren, Fragen zum Sortiment beantworten, Tipps fürs Nähen per Videochat – für die selbständige Unternehmerin alles machbar.

Die Holzwickederin hofft, dass die Kundschaft nicht zu Online-Händlern abwandert. Sie nimmt Aufträge weiterhin telefonisch oder per Email an und verschickt bei Bedarf Stoff-Pakete oder legt sie zur Abholung bereit.

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