Ziel erreicht: Kinderglück hat sich vom Verein zur Stiftung entwickelt

dzHilfsorganisation für Kinder

Auf dem Weg, Kindern zu helfen, hat der Kinderglück e.V. einen Meilenstein erreicht: Die geplante Stiftungsgründung ist vollzogen und nun darf man sich offiziell „Stiftung Kinderglück“ nennen.

von Sebastian Pähler

Holzwickede

, 07.12.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Parallel zur Stiftungsgründung ist auch die Kinderglück-Halle gereift und eröffnet der Organisation mittlerweile viele Möglichkeiten. „Viele wissen noch gar nicht, dass es uns hier gibt“, sagt Kinderglück-Gründer Bernd Krispin. Aber das beunruhigt ihn nicht, denn er ist überzeugt, dass es sich herumspricht, wenn man als Organisation gute Arbeit leistet.

In 13 Jahren bis zum Ziel

Los ging es mit Kinderglück bereits 2006. Susanne und Bernd Krispin waren damals aktive Spender bei verschiedenen Projekten, die sich auch um schwer kranke und benachteiligte Kinder kümmerten. „Bei meiner Frau und mir kam das Gefühl auf, dass man nicht nur Spender sein wolle, sondern auch selbst etwas aufbauen möchte“, berichtet Bernd Krispin.

Schon damals hatte man die Gründung einer Stiftung im Sinn. Das hätte aber bedeutet, viel Geld zu binden, das nicht in Projekte hätte fließen können. Stattdessen wurde Kinderglück zunächst als Verein ins Leben gerufen, der das Ziel einer Stiftungsgründung in der Satzung stehen hatte.

13 Jahre Später ist dieses Ziel nun erreicht und das stimmt das Ehepaar froh. Anders als bei einem Verein lassen sich bei einer Stiftung die Ziele nicht einfach ändern. „Das ist jetzt so ein bisschen für die Ewigkeit“, stellte Bernd Krispin zufrieden fest.

Ein gewachsenes Netzwerk für bedürftige Kinder

Auch als Stiftung bleibt für Kinderglück weiterhin das oberste Ziel, Kindern und Jugendlichen aus der Region in schweren Lebenslagen zu helfen. Erreicht wird das vor allem durch die Mitarbeit von mittlerweile rund 250 ehrenamtlichen Helfern, die viel Freizeit dafür opfern. Wichtig sei aber auch eine gute Vernetzung mit Institutionen wie den Jugendämtern, Kinderkliniken, Jugendhilfezentren und Betreuern.

Mit mittlerweile zehn Projekten wird jährlich mehr als 10.000 Kindern geholfen. Dabei sind die prominentesten Projekte wohl die Schulranzen-Aktion, bei der Kindern aus bedürftigen Familien hochwertige Tornister finanziert werden; sowie die Ferienpatenschaften, bei denen Kindern und Jugendlichen Reisen und Tagesausflüge ermöglicht werden.

Aber auch kleinere Angebote, wie die Näh-Partys, bei denen mithilfe von Ehrenamtlern Kinderglück-Kissen entstehen, sind wichtiger Bestandteil der Stiftung. Die Kissen werden beispielsweise in Krankenhäusern oder von Feuerwehren als Trostpflaster für Kinder verteilt.

Ziel erreicht: Kinderglück hat sich vom Verein zur Stiftung entwickelt

Blick auf das Erreichte: Von der Galerie aus überblickt Kinderglück-Gründer Bernd Krispin die eigenen Halle. Einen großen Anteil an der Realisierung dieses Projektes habe seine Ehefrau Susanne gehabt, so Krispin. © Marcel Drawe

Die eigene Kinderglück-Halle als eigenes Projekt

Die Kinderglück-Halle an der Gottlieb-Daimler-Straße 33 ist in gewisser Weise das elfte Projekt. Vor etwa vier Jahren kam Bernd Krispin auf den Gedanken, dass Kinderglück vor allem Platz braucht. Dass er damit richtig lag, bewahrheitet sich alleine schon, wenn für die Schulranzen-Aktion jedes Jahr gut 2000 Tornister gelagert und später an Schulen weitergegeben werden.

Doch auch im Bereich der kulturellen Teilhabe bietet die Halle Möglichkeiten, von denen viele Hilfsorganisationen nur träumen können. So finden hier Veranstaltungen wie die Näh-Partys statt.

Mit einer großen Weihnachtsfeier am 21. Dezember wird schließlich auch das erste, explizit für Kinder gedachte Großevent hier angeboten. Dann wird gemeinsam gesungen, ein Clown und ein Zauberer sorgen für Stimmung und Plätzchen und Geschenke fehlen natürlich auch nicht.

Die gesamte Einrichtung der Halle, etwa die Bühne, Bodenbelag und Loungebereich, wurde von den ehrenamtlichen Helfern geschaffen. Besonders viel Herzblut hat Susanne Krispin in das Projekt gesteckt. „Ohne sie würde es die Halle so nicht geben“, stellt ihr Mann fest. Er ist sich sicher, dass die Halle in Zukunft eine feste Größe in Holzwickede werden wird.

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