Kein Lehrermangel an den Holzwickeder Grundschulen

dzStellen sind besetzt

Bis zu 15.000 Lehrer fehlen in NRW in den kommenden zehn Jahren. Vor allem an Grundschullehrern mangelt es. Die Problematik schlägt an den vier Holzwickeder Grundschulen aktuell nicht durch.

Holzwickede

, 28.08.2018 / Lesedauer: 3 min

Am Mittwoch enden die Sommerferien, dann beginnt der Schulalltag. Rund 140 Kinder werden in diesem Schuljahr an der Nordschule, der Dudenrothschule, der Aloysiusschule und er Paul-Gerhardt-Schule die ersten Klassen besuchen. Sie und ihre älteren Schulkameraden müssen sich aktuell keine Sorgen um Unterrichtsausfall machen. „Alle vier Holzwickeder Grundschulen sind stellenmäßig gut besetzt“, sagt Schulrätin Christine Raunser.

Knapp 50 Lehrkräfte unterrichten aktuell an den vier Grundschulen. Dazu zählen vier Schulleiterinnen, eine Konrektorin sowie fünf ausgebildete sonderpädagogische Lehrkräfte im gemeinsamen Lernen. Zudem werden in den 1. und 2. Klassen für die Schuleingangsphase sozialpädagogische Fachkräfte eingesetzt.

An der Aloysius- und der Dudenrothschule sind die Klassenstufen zweizügig, es gibt also in jedem Jahrgang je eine Klasse a und eine Klasse b. An der Nord- und der Paul-Gerhard-Schule gibt es pro Jahrgang ein bis zwei Klassen. „Jede Holzwickeder Grundschulklasse hat eine feste Klassenleitung“, sagt Raunser. Die vakante Stelle einer Schulleiterin an der Nordschule wurde nach mehreren Anläufen nun pünktlich zum Schulstart mit Claudia Paulo besetzt. Sie war bislang an der Unnaer Falkschule als Konrektorin im Dienst.

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Quereinsteiger seien laut Raunser an den vier Grundschulen nicht tätig. Davon mehr ans Unterrichten zu bringen, ist ein Vorschlag von NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer. Auch sollen Pensionäre reaktiviert werden. Beides kommt aktuell in Holzwickede nicht zur Anwendung, in anderen Städten und Gemeinden im Kreis laut Raunser vereinzelt aber durchaus. „Quereinsteiger kommen vor allem an den weiteren Schulen zum Einsatz. An Grundschulen sind für Quereinsteiger ohnehin nur vier Fächer offen“, sagt Raunser. Das betrifft die Fächer Englisch, Kunst, Musik und Sport.

Mit der Josef-Reding-Hauptschule, dem Clara-Schumann-Gymnasium und der Karl-Brauckmann-Förderschule finden sich noch drei weitere Schulformen in der Gemeinde. Am CSG ist nach dem abgelaufenen Schuljahr eine Kollegin aus dem Dienst ausgeschieden, eine neue Lehrerin beginnt ihren Dienst mit dem kommenden Schuljahr. Zahlenmäßig sei das Kollegium wie im Vorjahr besetzt, heißt es auf Anfrage.

Offene Stellen an der Förderschule

An der Josef-Reding-Schule unterrichten 36 Lehrkräfte, davon haben zwei kein schulformspezifisches Lehramt. Weiterhin sind eine Sozialpädagogin und eine Schulverwaltungsassistenz an der Schule tätig. „Die Lehrerversorgung liegt bei fast 100 Prozent. Das erstreckt sich auch auf die sonderpädagogischen Kräfte“, sagte Schulrat Lutz Lamek.

56 Kolleginnen und Kollegen sind an der Karl-Brauckmann-Schule beschäftigt. Ein Großteil davon sind Lehrkräfte für Sonderpädagogik. „.Nicht eingerechnet sind natürlich Integrationshelferinnen und –helfer. Sie stehen nicht in einem Beschäftigungsverhältnis zum Land NRW und erteilen natürlich auch keinen Unterricht“, sagt Lamek. Die Karl-Brauckmann-Schule hat aktuell noch Bedarf an Lehrkräften: Drei Stellen sind derzeit noch offen. Laut Lamek sei die grundsätzliche Unterrichtsversorgung allerdings gewährleistet.

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