Junge Handwerker zimmern sich mit Hammer und Nägeln eine Weltreise zusammen

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Eine Weltreise in zwei Wochen – das wird Kindern auf dem Bauspielplatz im Rahmen des Ferienspaßes versprochen. Zwischenfazit: Und die erleben Nachwuchshandwerker am Treffpunkt Villa auch.

von Sebastian Pähler

Holzwickede

, 07.07.2020, 16:36 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als Aktivität im Freien ist die Aktion unter dem Titel „In zehn Tagen um die Welt“ eines der wenigen Ferienspaß-Angebote, das mit nur ganz geringen Einschränkungen trotz Corona-Bestimmungen stattfinden kann.

„Sonst sind es 25 Kinder, die sechs Stunden herkommen, aber diesmal haben wir den Bauspielplatz auf 20 Kinder begrenzt, die je drei Stunden hier sind. Eine Gruppe morgens und eine am Nachmittag“, sagt Kerstin Dreisbach-Dirb vom Treffpunkt Villa.

Die ursprüngliche Idee war, dass in der ersten Ferienwoche eine Gruppe kommt und in der zweiten die andere, „aber dann haben wir uns gedacht, die Kinder kennen sich ja nicht und dann bekommen die gar nicht mit, was die eigentlich machen“, so Dreisbach-Dirb.

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Angebote in den kommenden Tagen

Es gibt noch ein paar freie Plätze im Programm des Ferienspaß in den kommenden Tagen. Informationen zu Anmeldungen, Veranstalter, Preisen, Ablauf gibt es unter Tel. (02301) 91 27 20 oder auf: www.treffpunkt-villa.de

Für folgende Termine gibt es noch frei Plätze:
  • 11. Juli: Radtour zum Phoenix-See.
  • 14. Juli: Kreatives Experimentieren
  • 14. Juli: Besuch im Zoo Dortmund
  • 16. Juli: Workshop Suminagashi
  • 17. Juli: Tic-Tac-Toe-Spiele herstellen

Eine ganze Welt hinterm Haus

Der neue Plan erlaubt es nicht nur, gegenseitig die Baufortschritte mitzuerleben, sondern den gemeinsam erschaffenen Spielraum auch zu erkunden und zu bespielen, während er noch wächst.

Die Tower Bridge begrüßt die Entdecker, die einen Blick hinter den Treffpunkt Villa werfen. Auch eine Pyramide steht schon, sowie ein Iglu und ein Teil der chinesischen Mauer. Natürlich alles als Modell aus Holz den Originalen nachempfunden, dafür aber mit viel Begeisterung, Liebe zum Detail gefertigt sowie stabil und natürlich bespielbar gebaut.

Zu Beginn der Aktion konnten die Kinder Vorschläge machen, was ihnen zum Thema Weltreise einfällt. „Wir wollten Sehenswürdigkeiten bauen und wir haben gedacht, die Chinesischen Mauer das ist bestimmt cool“, berichtet der zehnjährige Giuliano, der unter anderem mit Bruder Nevio (8) zusammen am monumentalen Bauwerk im Spielplatzformat arbeitet.

Nicht nur daher gekritzelt: Die chinesische Schriftzeichen stehen für „der Weg zum bösen Feuerdrachen.“

Nicht nur daher gekritzelt: Die chinesische Schriftzeichen stehen für „der Weg zum bösen Feuerdrachen.“ © Udo Hennes

„Das Bauen gefällt mir, weil man am Ende des Tages immer sieht, was man geschafft hat“, sagt Leo (10), der mit den Brüdern an der Mauer werkelt. Alle drei hatten während des Corona-Lockdowns mit ihren Familien schon an verschiedenen Bauprojekten gearbeitet, etwa Gartenhütten oder ein Kaninchenstall. Beim Bauspielplatz sind sie das erste Mal dabei und freuen sich auch darüber, den richtigen Umgang mit Säge und Hammer zu lernen.

Einmal um den Globus

Ein verbindendes Element aller Projekte ist ein Schiff, das schon gut zu erkennen ist und auch schon ein Steuerrad hat. „Wir dachten erst, wir machen ein Flugzeug, aber dann kam die Idee Schiff und wir haben gesagt: Gut, dann segeln wir um die Welt“, sagt Ralf Sonnenburg, der den Bauspielplatz zusammen mit Kerstin Dreisbach-Dirb betreut.

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Kerstin Dreisbach-Dirb (l.) hat jederzeit ein Auge auf die jungen Handwerker und ihren Umgang mit den Werkzeugen.

Kerstin Dreisbach-Dirb (l.) hat jederzeit ein Auge auf die jungen Handwerker und ihren Umgang mit den Werkzeugen. © Udo Hennes

Beide geben den Kindern und Jugendlichen Tipps und achten darauf, dass auch die Statik stimmt und alles sicher ist. Für Sonnenburg läuft der Bauspielplatz trotz Corona fast wie immer: „Bei der Besprechung ist es komisch mit den Masken, aber wenn man draußen ist und baut, merkt man fast keinen Unterschied“.

Ohne ein paar Einschränkungen geht es dann aber doch nicht: Um die Anzahl der Teilnehmer zu begrenzen, wird die Abschlussfeier für Familienmitglieder am Freitag, 10. Juli, zeitlich geteilt. Auch ein Kuchenbuffet wird es nicht geben, dafür aber einzeln verpacktes Eis. Zusätzlich gibt es Fotos von den Teilnehmern, damit sich die beiden Gruppen einander wenigstens ein bisschen kennenlernen können.

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