Junge bleibt im Schlamm am Emscherteich stecken - Rat diskutiert über Handlungsbedarf

dzEmscherpark

Reicht das Schild als Warnung oder muss der Emscherteich eingezäunt werden? Nachdem ein Kind am Mittwoch in den Teich gefallen ist, diskutiert der Rat, ob eine kurzfristige Lösung hermuss.

Holzwickede

, 07.02.2020, 14:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Teich im Emscherpark gleicht derzeit mehr einer Schlammpiste als einem kleinen, ansehnlichen Teich. Das ist nun einem Jungen zum Verhängnis geworden. Er fiel am Mittwochnachmittag beim Spielen in den Schlamm und blieb stecken. Seine Mutter konnte ihn jedoch befreien. Das Kind nahm keinen Schaden.

Ratsherr Frank Markowski, Fraktionsvorsitzender der CDU Holzwickede, sieht darin nun Handlungsbedarf. „Da sträuben sich mir die Nackenhaare, wenn ich das höre“, sagte er bei der Ratssitzung am Donnerstagabend in Forum des Schulzentrums.

Mehr Tümpel als Teich

Der Teich gleiche derzeit durch die geringen Niederschläge mehr einem Tümpel als einem Teich. „Die Frage ist doch: Kann man da kurzfristig Abhilfe schaffen?“ Durch die Nähe zum neuen Spielplatz wäre der Teich durchaus ein Magnet für Kinder.

Bernd Kasischke, 1. Beigeordneter, vermeldete, von dem Vorfall gehört zu haben. Die Gemeinde stelle sich allerdings die Frage, ob man das Gebiet wirklich einzäunen müsse oder nicht. Immerhin sei der Teich dort noch nie eingezäunt gewesen. „Da steht ein großes Schild mit „Vorsicht, Gewässer“ und das nicht erst seit gestern.“

Gemeinsam an Lösung arbeiten

Man befinde sich derzeit im Gespräch mit der Emscher-Genossenschaft und überlege gemeinsam, ob man etwas unternehmen müsse und was die beste Lösung wäre. Kasischke warnte jedoch davor, in blinden Aktionismus zu verfallen.

Von der SPD kam dazu der Einwurf, dass die Emscher-Genossenschaft gerade dabei wären, den Flusslauf zu reinigen und zu entschlammen. Deshalb sei der Wasserstand möglicherweise auch so niedrig derzeit. Die Situation könnte also in ein paar Tagen bereits anders aussehen.

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