Jugenddezernent findet deutliche Worte

dzKita-Neubau

Dass Anwohner mit Klagen gegen den Kita-Bau drohen, ruft den Dezernenten des Kreises Unna, Torsten Göpfert, auf den Plan. Er fordert alle auf, das Kindeswohl an oberster Stelle zu stellen.

Holzwickede

, 03.10.2018, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

In die Diskussion um den Kita-Neubau schaltet sich nun auch der Kreis Unna ein. Torsten Göpfert drängt auf eine schnelle Entscheidung. Dabei hatte sich der Kinder- und Jugenddezernent des Kreises Unna noch Mitte mit Bewertungen der Sachlage zum Kita-Neubau in Holzwickede zurückgehalten. „Wir haben diese Entscheidung zu respektieren“, mochte er sich über die Entscheidung gegen die Baumfällung im Umweltausschuss nicht weiter äußern, verwies darauf, dass das Sache der Gemeinde Holzwickede sei. So wie er all die Monate, in denen ein Grundstück für den dringend benötigten Kita-Neubau gesucht wurde, die Überlegungen zwar begleitete, sich aber nicht in die Bauleitplanung, die der Gemeinde obliegt, einmischen mochte. Jetzt mag Torsten Göpfert nicht mehr still sein. Ganz im Gegenteil – der Dezernent wird deutlich: Nachdem sich nun erneut Anwohner zu Wort meldeten und mit Klagen gegen den Kita-Bau drohen (wir berichteten) richtet Göpfert nun einen dringenden Appel an alle Beteiligten: „Sorgt endlich dafür, dass endlich die Kuh vom Eis kommt.“ Zum Wohle der Kinder müsse nun endlich eine „verlässliche und zeitnahe Lösung“ gefunden werden. Göpfert richtet seine Worte an die Bürgermeisterin, die Verwaltung, an die Politik, aber auch an die Bürger, eine Lösung zu finden zum Wohle der Kinder. „Wenn nicht schnellmöglichst eine Lösung gefunden wird, dann haben wir hier Kinder, die ihr gesamtes Kita-Leben in Containern verbringen“, erinnert er daran, dass die Containerlösung, wie sie seit November 2017 und damit seit beinahe einem Jahr bereits an der Rausinger Straße besteht, eben nur eine Übergangslösung sein kann und auf keinen Fall eine Dauerlösung. Eltern hatten im heißen Sommer beklagt, dass ihre Kinder schweißgebadet sind. Jetzt sorgen sie sich, dass die Kinder im Winter frieren werden.

„Sorgt endlich dafür, dass die Kuh vom Eis kommt.“
Torsten Göpfert, Kinder- und Jugenddezernent des Kreises Unna

„Manchmal würde man sich wünschen, dass ein Moderator vermittelt und alle an einen Tisch holt. Leider Gottes sehe ich den nicht“, spricht Göpfert das aus, was mittlerweile auch zahlreiche Bürger und Betroffene denken. Entscheiden wird in der kommenden Woche die Politik. Es geht um den gemeinsamen Antrag von CDU und BBL. Die Fraktionen beantragen, die neue Kita wieder auf dem Festplatz zu errichten. Und eben dagegen haben Bürger Klagen angedroht, Klagen, die das gesamte Verfahren verzögern könnten.

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