Im Zug eingeschlafen Mann (36) wehrt sich gegen Polizei und wird von Bodycam gefilmt

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Die Eurobahn der Linie RB59 war auf dem Weg von Holzwickede nach Unna am Freitagmorgen gegen 8.30 Uhr fast menschenleer. © Kevin Kohues
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In der Bahn einzuschlafen, kann am frühen Morgen schon mal passieren. Ein 36-Jähriger hat nun in der RB 59, die über Holzwickede nach Dortmund fährt, allerdings nicht nur ein Nickerchen gemacht, sondern dabei auch gleichzeitig mehrere Sitzplätze belegt. Und wach wurde er am Zielort auch nicht. Sein Verhalten rief die Bundespolizei auf den Plan, wie diese jetzt berichtete.

Der Mann, der am Freitagmorgen in der Bahn einschlief, freute sich nicht besonders über den Weckdienst in Dortmund. Zwar folgte er den Beamten auf den Bahnsteig, wollte sich dort allerdings nicht ausweisen, sondern machte Anstalten zu gehen.

Als die Bundespolizisten den 36-Jährigen an seinem Rucksack festhielten, um ihn anzuhalten, setzte sich dieser auf eine nahegelegene Bank und sagte, dass er keinen Ausweis dabei habe. Währenddessen äußerte er mehrfach seinen Unmut über die Kontrolle und wurde zunehmend aggressiver. Zudem baute er sich mehrfach bedrohlich vor den Polizisten auf.

Weil sich der Mann beim Versuch ihn mit zur Wache zu nehmen mehrfach losriss, musste er am Boden gefesselt werden. Auf der Bundespolizeiwache gab der Aggressor schließlich seine Personalien preis.

Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab, dass der Polizeibekannte mit 1,9 Promille alkoholisiert war. Eine Bodycam zeichnete die Widerstandshandlungen des Mannes auf. Die Bundespolizisten leiteten ein Ermittlungsverfahren ein.