Im Sommer 2021 wird der Schafstall am Haus Opherdicke nicht wiederzuerkennen sein

dzHaus Opherdicke

Spatenstich für die Umbauarbeiten am Schafstall. Mit den Bauarbeiten startet ein großes Projekt am Haus Opherdicke. Besucher können sich schon bald Informationen zu den Maßnahmen einholen.

Holzwickede

, 10.09.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Schafstall am Haus Opherdicke war lange Zeit ein Lager. Der Wunsch, mehr daraus mehr zu machen, bestand schon länger. Geplant war vor allem, die Holzwerkstatt in den Schafstall ziehen zu lassen, um mehr Platz zur Verfügung zu haben.

„Und dann ist das Projekt gewachsen“, sagt Mike-Sebastian Janke, Kreisdirektor und Kulturdezernent des Kreises, beim Spatenstich für die Bauarbeiten. 1,4 Millionen investiert der Kreis in die Sanierung des Schafstalls. „Der wird danach nicht wiederzuerkennen sein.“

Nach Schätzen im Boden suchen

Bevor es offiziell losgehen kann, war auch ein Besuch des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) nötig. Der suchte im Boden nach möglichen Schätzen vergangener Zeiten, ohne fündig zu werden.

Damit steht dem Start der Sanierungs- und Umbauarbeiten nichts mehr im Wege. Derzeit wirkt der Schafstall geradezu roh. Der Boden ist uneben, eine metertiefe, dicke Rinne zeigt, wo der LWL gebuddelt hat.

„Eine der aufwendigsten Sachen wird die Renovierung der Fassade sein“, sagt Kurator Arne Reimann. Da spielt der Denkmalschutz noch eine Rolle und auch bei all den Veränderungen im Inneren gilt es, den trotzdem zu beachten. „Das Gebäude ist alt, da ist viel zu tun.“

Platz für Kinder- und Jugendangebote

Landrat Michael Makiolla bezeichnet das Projekt als „zukunftsweisend“. Man habe in den letzten Jahrzehnten hart daran gearbeitet, das Haus Opherdicke zu einem Schmuckstück des Kreises Unna zu machen. „Und wir können mit Stolz sagen, dass wir das geschafft haben.“

Über die derzeitige Entwicklung freut er sich besonders. „Mir hat schon immer am Herzen gelegen, Angebote für Kinder und Jugendliche zu schaffen.“ Das Haus Opherdicke sei auch dabei immer bemüht, bekomme durch den Umbau des Schafstalls nun mehr Möglichkeiten.

Kurator Arne Reimann zeigt an den Transparenten, wie der Schafstall später aussehen soll.

Kurator Arne Reimann zeigt an den Transparenten, wie der Schafstall später aussehen soll. © Lisa Dröttboom

Denn: Mit dem Umbau bekommt nicht nur die Holzwerkstatt endlich ihren Platz. Die Museumspädagogik zieht ebenfalls in den Schafstall, nebst Lager-Räumlichkeiten und einem Depot für Bilder. Auch der Catererbetrieb soll ein Lager bekommen. Im Dachgeschoss werden Kühlanlagen installiert, denn ein Bilderdepot ist anspruchsvoll.

Was genau im Schafstall passiert und wie er hinterher aussehen soll, ist auf mehreren Transparenten dargestellt. Die sollen in den nächsten Tagen auf den Hof wandern, damit sich Besucher kundig machen können, was sich alles ändern wird. Im Sommer 2021, so hofft Reimann,sind die Bauarbeiten dann abgeschlossen.

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