Unternehmen zwischen verzögerter Regionalplanung und Wandel der Mobiliät

IHK-Wirtschaftsgespräch

Beim IHK-Wirtschaftsgespräch haben Vertreter aus Verwaltung und Holzwickeder Unternehmen einen Einblick in aktuelle Projekte gegeben. Bei der IHK indes zeigt man sich enttäuscht über regionale Perspektiven.

Holzwickede

, 17.09.2019, 18:58 Uhr / Lesedauer: 2 min
Unternehmen zwischen verzögerter Regionalplanung und Wandel der Mobiliät

Von links: Christoph Kösters (Porsche-Zentrum), Wulf-Christian Ehrich (IHK), Gero Brandenburg (IHK), Bürgermeisterin Ulrike Drossel, Michael Sprenger (Hülpert Gruppe), Wirtschaftsförderer Stefan Thiel, Reiner Harting (HSC-Aufsichtsrat) und Bernd Wenge (Sparkasse) informierten Vertreter aus Politik und Wirtschaft über laufende Projekte in Holzwickede. © Greis

Gut ein Jahr lang hat die Landesregierung im Rahmen der Ruhrkonferenz Ideen für die Region gesammelt. Von den kürzlich vorgestellten 75 Vorschlägen zeigte sich Wulf-Christian Ehrich als stellvertretender Geschäftsführer der IHK zu Dortmund enttäuscht.

Beim Wirtschaftsgespräch vor Holzwickeder Vertretern aus Verwaltung, Politik und Unternehmen kritisierte er am Dienstag, dass nur wenige Vorschläge den Wirtschaftsstandort stärken. „Wir hätten uns stärkere Impulse und eine klare Gesamtstrategie gewünscht“.

Auch kritisierte er den Regionalverband Ruhr dafür, dass dieser den Regionalplan nicht mehr 2020 verabschieden werde. „Die Verzögerung hemmt die wirtschaftliche Entwicklung im gesamten Ruhrgebiet“, sagte Ehrich. Die werde zudem den Ausstieg aus der Kohlekraft spüren. Wenn im Kreis Unna vier Steinkohlekraftwerke schließen, koste das bis zu 1000 Arbeitsplätze. Vom Bund zugesagte Hilfen dürften deshalb nicht nur in rheinische Kohlereviere fließen.

Unternehmen, die von klaren Rahmenbedingungen profitieren - das wäre zum Beispiel die Hülpert Gruppe, die am Flughafen momentan ein neues Porsche-Zentrum hochzieht. Das funktioniere laut Ehrich in Holzwickede gut, in anderen Orten im Kreis hätten Unternehmen größere Probleme, solche Projekte zu realisieren.

Sportwagenhersteller spürt Druck der Gesellschaft

Christoph Köster räumte als Geschäftsführer des Porsche-Zentrums unumwunden ein, dass man nach dem schweren SUV-Unfall in Berlin mit vier Toten als Marke unter Druck stehe. Der Unfallwagen war ein Porsche. Dass sich in der Gesellschaft das Bild von Mobilität allgemein wandelt, nehme man durchaus wahr. „Wir wollen ökologisch unterwegs sein“, verwies er auf einen kürzlich präsentierten elektrischen Supersportwagen, „wollen aber auch unseren Kern erhalten und nicht gänzlich vom Benziner abkehren.“

Der ehemalige Sparkassendirektor Reiner Harting gab als Aufsichtsratmitglied des HSC einen aktuellen Sachstand zum geplanten Sportforum nach Vorbild des TV Jahn-Rheine. Das Projekt mit einem Investitionsvolumen von geschätzt 3,5 Millionen Euro will man in den nächsten Monaten konkretisieren.

Konkret wird demnächst auch die Stiftung „Gutes tun“, die Bernd Wenge für die Sparkasse Unna-Kamen vorstellte. Sie soll Privatpersonen und Unternehmen speziell in Holzwickede, Kamen und Fröndenberg finanzielles Engagement für Projekte vor Ort ermöglichen.

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