Totenehrung und Zapfenstreich beim Holzwickeder Schützenfest waren am Samstag verregnet, dafür war das Wetter am Sonntag beim Umzug durch die Gemeinde umso besser für einen farbenfrohen Umzug.

Holzwickede

, 07.07.2019, 19:07 Uhr / Lesedauer: 3 min

Ganz pünktlich konnte die Parade zum Schützenfest des BSV Holzwickede am Sonntagnachmittag nicht starten: Die Spitze des Zuges war nicht vollständig. Das Musikkorps „White Heads“ aus Hamm sollte direkt hinter dem BSV-Vorsitzenden Frank Weber marschieren, einige der Musiker standen aber im Stau – und mussten dann auch noch durch die Absperrungen für den Umzug gelotst werden. All zu lange mussten sich die Zuschauer am Straßenrand aber nicht gedulden, einige Minuten nach 15 Uhr setzte sich der Zug in Bewegung.

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Schützenumzug des BSV Holzwickede

Hunderte Schützen aus Holzwickede und Umgebung zogen am Sonntagnachmittag bei perfekten Bedingungen durch die Emscherquellgemeinde. Am Straßenrand versammelten sich zahlreiche Zuschauer, vor allem die Kinder freuten sich über Kamelle, die von den Königspaaren ins Publikum geworfen wurde.
07.07.2019
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Schützenfest

Kaiserschießen am Montag

Seinen Höhepunkt erlebt das Schützenfest zum Wochenstart: Am Montag startet um 11 Uhr das Vogelschießen auf dem Festplatz. Bekanntlich wird in diesem Jahr ein neuer Kaiser gesucht. Ab 11.30 Uhr gibt es lecker Erbsensuppe. Bis 20 Uhr sollte der Nachfolger von Carsten Becker gefunden sein, denn dann ist die Kaiserproklamation angesetzt. Auch am Montagabend wird mit Musik von „Fresh und Fun“ weitergefeiert.

Statt vom Marktplatz aus setzte sich die Parade dieses Jahr vom Platz von Louviers aus in Bewegung und nahm dann über die Kirchstraße ihre gewohnte Route. Die gute Laune der Schützen aus Kamen, Methler, Unna, Massen, Aplerbeck oder Wambel beim Marschieren; dazu die musikalische Begleitung von Spielmannszügen und Trommlerkorps aus Herne, Kirchlinde oder Huckarde: Das Spektakel lockte Hunderte Zuschauer an die Straße, die sich schließlich auch auf dem Marktplatz einfanden. Hier präsentierten sich, angeführt vom Holzwickeder König Andreas II. und Königin Jennifer, die angereisten Königspaare auf der Rathaustreppe, während die Gastvereine und heimischen Kompanien beim Einlaufen die Hüte zogen und salutierten.

Es mag sein, dass die heutigen Schützenfeste nicht mehr so eine Zugkraft für die Bürger haben, wie noch in den 1990er-Jahren. Dennoch: Das größte Schützenfest der Umgebung lockte am Sonntag doch eine annehmbare Zuschauerzahl an. „Es war ein schöner Umzug. Natürlich war früher mehr los, aber wir können zufrieden sein“, sagte BSV-Schriftführerin Gisela Zickler. König Andreas II. strahlte während der Parade jedenfalls stolz und auch seine Königin war in ihrem rosafarbenen Kleid der versprochene Blickfang, dem die Königinnen der Gastvereine aber in nichts nachstanden. Gut gefüllt waren im Anschluss an den Umzug auch das Festzelt und der Platz von Louviers. Das Wetter lockte viele Familien zu den Fahrgeschäften und ins Zelt. Mit Live-Musik der Band „Fresh and Fun“ wurde in den Abend hinein gefeiert.

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Holzwickeder Schützenumzug: Einlauf der Vereine und Kompanien

Momente des Innehaltens bei Totenehrung und Zapfenstreich

Gefeiert werden darf beim Schützenfest kräftig, aber es gibt auch Momente der Ruhe und Andacht. Für eben diese stille Anteilnahme bedankte sich der BSV-Vorsitzende Frank Weber am Samstagabend zum Ende der Totenehrung auch bei den anwesenden Zuschauern. Die kamen jedoch auch in überschaubarer Zahl um 20 Uhr zum Marktplatz, vielleicht auch ob des einsetzenden Regens.

Nach dem Einlauf der Holzwickeder Schützen und der befreundeten Vereine unterstützten die Männerchöre Cäcilia und Eintracht Hengsen sowie das Trommlerkorps St. Barbara aus Huckarde und das Werksorchester der Dortmunder Stadtwerke. Der katholische Pfarrer Bernhard Middelanis regte im Beisein seiner evangelischen Kollegen Claudia Brühl-Vonhoff und Philipp Reis in seiner Ansprache zum Nachdenken über den Begriff „Schützen“ an. Denke man zwar zunächst ans Schießen, so gehe es im Schützenwesen doch auch ums Beschützen - um gegenseitige Anteilnahme und das Einsetzen füreinander.

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Totenehrung und Zapfenstreich beim BSV Holzwickede

Trotz Regen zogen die Holzwickeder Schützen am Samstagabend ihre Totenehrung und den Zapfenstreich diszipliniert durch. Eindrücke von den Zeremonien haben wir in einer Fotostrecke gesammelt.
07.07.2019
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Eindrücke von der Totenehrung des BSV Holzwickede am Samstagabend auf dem Marktplatz.© Greis
Eindrücke von der Totenehrung des BSV Holzwickede am Samstagabend auf dem Marktplatz.© Greis
Eindrücke von der Totenehrung des BSV Holzwickede am Samstagabend auf dem Marktplatz.© Greis
Eindrücke von der Totenehrung des BSV Holzwickede am Samstagabend auf dem Marktplatz.© Greis
Eindrücke von der Totenehrung des BSV Holzwickede am Samstagabend auf dem Marktplatz.© Greis
Eindrücke von der Totenehrung des BSV Holzwickede am Samstagabend auf dem Marktplatz.© Greis
Eindrücke von der Totenehrung des BSV Holzwickede am Samstagabend auf dem Marktplatz.© Greis
Eindrücke von der Totenehrung des BSV Holzwickede am Samstagabend auf dem Marktplatz.© Greis
Eindrücke von der Totenehrung des BSV Holzwickede am Samstagabend auf dem Marktplatz.© Greis
Eindrücke von der Totenehrung des BSV Holzwickede am Samstagabend auf dem Marktplatz.© Greis
Eindrücke von der Totenehrung des BSV Holzwickede am Samstagabend auf dem Marktplatz.© Greis
Eindrücke vom Zapfenstreich des BSV Holzwickede am Samstagabend auf dem Marktplatz.© Greis
Eindrücke vom Zapfenstreich des BSV Holzwickede am Samstagabend auf dem Marktplatz.© Greis
Eindrücke vom Zapfenstreich des BSV Holzwickede am Samstagabend auf dem Marktplatz.© Greis
Eindrücke vom Zapfenstreich des BSV Holzwickede am Samstagabend auf dem Marktplatz.© Greis

Der Regen begleitete die Schützen auch auf dem Weg zum Zapfenstreich zu Ehren des amtierenden Königs Andreas Gawlowski und seines Hofstaates. Die Tropfen von oben waren vor allem für das Trommlerkorps und das Werksorchester eine Herausforderung. Auf die Kesselpauke musste aufgrund der Nässe etwa verzichtet werden. Dennoch zogen die Musiker ebenso wie die anwesenden Schützen den Zapfenstreich diszipliniert durch. „Auch wenn es anstrengt, macht man es doch gerne. Auch weil das hier das schönste Schützenfest im Umkreis ist“, sagte etwa Sonja Kortmann aus dem Huckarder Trommlerkorps. Die Musiker sind schließlich mehrere Tage im Einsatz, waren alleine am Samstag zwischen 17 und 23.30 Uhr immer wieder an ihren Instrumenten gefordert.

Für die Serenade hatte König Andreas II. zudem einen Musikwunsch: Den erfüllte das Werksorchester mit „The Horseshoe Stompers“ - einem flotten Dixie-Marsch, der die traditionellen Bläser- und Trommlerklänge der Zeremonie angenehm kontrastierte. Den Abschluss des Zapfenstreiches bildete die deutsche Nationalhymne, ehe zum Ausklang des Abends wieder ins Festzelt marschiert wurde.

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