Holzwickeder Firma macht Gasheizungen fit für die Zukunft

dzModerne Energie

Gatter3 hat sich für Jahre Aufträge bei der Gasumstellung gesichert. Und braucht dafür zusätzliche Fachkräfte. Monteure werden händeringend gesucht.

Holzwickede

, 06.10.2018, 19:21 Uhr / Lesedauer: 2 min

Anfang der Woche hat die Duman-Unternehmensgruppe eine innovative Anlage am Hauptsitz im Eco Port vorgestellt, die sich über Photovoltaik, Brennstoffzellen und eine Wärmepumpe weitgehend selbst mit Energie versorgen kann. Für Geschäftsführer Metin Duman ein Schritt in künftige Geschäfte, wenn nachhaltige Anlagen vermehrt Einzug in den Massenmarkt halten. Auslaufende Lieferungen mit L-Gas aus den Niederlanden bilden bis dahin für Jahre ein lohnendes Geschäftsfeld für die Gatter3 Technik GmbH.

Die Firma für Heizung, Sanitär und Klima hat sich zusammen mit dem Ingenieurdienstleister ESK, der zu Innogy und damit zum Energieriesen RWE gehört, bis ins Jahr 2028 in zahlreichen Kommunen von Koblenz im Süden bis zu den Inseln im Norden Deutschlands in einem Radius von rund 300 Kilometer rund um Dortmund Ausschreibungen für die sogenannte Marktraumumstellung gesichert.

Der Westen des Landes wird mit L-Gas aus den Niederlanden versorgt, während in anderen Regionen der Republik H-Gas aus Osteuropa und Skandinavien die Haushalte versorgt. Die Lieferverträge für L-Gas mit den Niederlanden laufen Ende der 2020er-Jahre aus. Bis dahin müssen Tausende Gasgeräte technisch umgerüstet werden. Stadtwerke von Nord bis Süd greifen dafür auf Dienstleister wie Gatter3 zurück, denen das auf Jahre ein einträgliches Geschäftsfeld sichert.

Weil H-Gas höher konzentriert ist als L-Gas müssen die Geräte umgerüstet werden, da sie sonst beim Verbrennen des Gases Schaden nehmen. Gatter3-Monteure prüfen die Altgeräte, terminieren die Umrüstung und führen diese durch. Mitunter läuft für die Kunden dabei nicht alles glatt, werden defekte und nicht mehr zeitgemäße Geräte entdeckt oder gibt es Probleme bei der Terminfindung. Wenn dann eine Heizung teuer ausgetauscht werden muss, ist der Ärger groß. „Wir hatten 2015 die ersten Ausschreibungen, haben am Anfang auch Lehrgeld bezahlt“, sagt Metin Duman. Viele Stadtwerke hätten die Umstellung von L- auf H-Gas aber auch mangelhaft kommuniziert. Aktuell liegt der Anteil an Reklamationen laut Duman bei einem Prozent. Die Markraumumstellung ist für Gatter3 ein Mammutprojekt. „Wir suchen händeringend Monteure. Ich könnte auf der Stelle 40 neue Leute einstellen“, sagt Metin Duman.

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