Holzwickeder Darts-Spieler blicken gespannt nach England

dzDarts-WM 2019

One hundred eighty! So raunt es derzeit durch den Londoner „Ally Pally“. Es ist Darts-WM und auch die Holzwickeder Mitglieder des DCH verfolgen die Partien auf der Insel gespannt.

Holzwickede

, 21.12.2018, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Noch im Oktober konnten die Darts-Spieler den kurzen Weg in die Dortmunder Westfallenhallen für einen Ausflug zur Darts-Europameisterschaft nutzen, jetzt läuft bei Nils Hoppe und seinen Vereinskameraden regelmäßig der Fernseher – oder das Handy. „Das geht über Stream ja heutzutage auch bequem unterwegs“, sagt Hoppe. Per Whatsapp kann man sich so auch gleich über die Spielverläufe austauschen.

Die Darts-WM vom 13. Dezember bis zum Finale am 1. Januar ist der Höhepunkt der Saison. Die Bilder der verkleideten Fans im Hintergrund des Londoner Alexandra Palace, kurz „Ally Pally“ genannt, gehen jedes Jahr um die Welt. Auch Vereinskameraden hatten in der Vergangenheit bereits Flüge gebucht, in diesem Jahr bleibt es beim Bewegtbild auf dem Bildschirm. „Wir verfolgen das aber sehr intensiv. Im Studium geht das ja auch gut“, sagt der Hoppe, der Wirtschaftsingenieurwesen studiert. Aktuell werden nachmittags und abends mehrere Vorrundenspiele ausgetragen.

Holzwickeder Darts-Spieler blicken gespannt nach England

Nils Hoppe ist Fußballer beim HSC, spielt aber auch leidenschaftlich gerne Darts. Dass er Auge hat, beweist er hier. © Art

Vom Niveau der Cracks in England sind die Holzwickeder zwar weit entfernt, aber dennoch enthusiastisch bei der Sache. Anfang Dezember hat der 1. Dart Club Holzwickede seinen fünften Geburtstag gefeiert. „Gegründet haben wir uns bei Hoppy, also haben wir auch da gefeiert“, sagt der 2. Vorsitzende Hoppe. Mittlerweile spielen die Holzwickeder in der Dortmunder Stadtliga, sind deshalb ins Kreiseleck gezogen, weil hier mehr Dartsscheiben zur Verfügung stehen.

„Mit 13 Mitgliedern hat es angefangen, jetzt sind wir 30“, sagt Nils Hoppe. Der 23-Jährige kam ein Jahr nach der Gründung hinzu, spielt in der ersten Mannschaft, die in zwei Jahren von der 3. in die 1. Stadtliga durchmarschiert ist. Zwar ist das eine Hobbyliga, anspruchsvoll sind die Vergleich mit Teams aus der Nachbarstadt und Umgebung dennoch. „Viele von uns sind Fußballer. In der Hobbyliga können wir die Spiele frei unter die Woche legen. Das geht bei Verbandsspielen nicht. Deshalb die Stadtliga“, erklärt der Stürmer vom Oberliga-Team des Holzwickeder SC.

In der 1. Stadtliga würden aber auch viele Spieler antreten, die außerdem bei Teams aus dem Nordrhein-Westfälischen Dartverband spielen. „Die spielen dann entsprechend oft und gut“, weiß Hoppe. Die erste von zwei DCH-Teams tut sich deshalb in der obersten Stadtliga auch schwer. „Wir hängen unten drin, aber von den Gegnern lernt man sehr viel. Es macht Spaß, geht freundschaftlich zu.“ Außerdem sei es auf der Ebene auch völlig okay, nebenbei ein Bierchen zu trinken. „Für mich ist das ein toller Ausgleich zum Fußball, weil sich ein Spiel nicht auf körperlicher Ebene sondern im Kopf entscheidet“, sagt der 23-Jährige. Außerdem ließen sich auch Skeptiker schnell für das Spiel begeistern: „Das habe ich schon oft erlebt, wie Neulinge sich schnell begeistern lassen. Man kann dem Ganzen leicht folgen, die Regeln sind einfach.“

Holzwickeder Darts-Spieler blicken gespannt nach England

Ihren fünften Geburtstag feierten die Dartspieler bei Hoppy. © DCH

Dennoch sollte man Darts als Sport nicht unterschätzen. „Es gibt Höhen und Tiefen und man muss schon mal zwei Wochen am Stück jeden Tag eine Stunde werfen, dann verbessert man sich“, sagt Hoppe. Beim DCH wird meist unregelmäßig und privat trainiert, fast jedes Mitglied hat eine Scheibe. Ein Mal im Monat, an jedem dritten Freitag, trifft sich der Verein im Kreiseleck. Am Samstag drücken die Holzwickeder dem letzen Deutschen im Wettbewerb die Daumen: Max Hopp trifft auf Superstar Michael van Gerwen. Der Deutsche ist eigentlich chancenlos, aber bislang sind schon einige Favoriten gestrauchelt. „Ein Sieg von ihm würde Darts in Deutschland gut tun. So ein Boris Becker des Darts fehlt uns bislang noch“, sagt Hopp und lacht.

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