Immer Ärger mit den Ratten: Holzwickede weicht beim Kampf wieder in die Kanäle aus

dzRattenplage in Holzwickede

Ratten sind ein lästiges Problem in der Emscherquellgemeinde. Die Verwaltung gibt Tipps zur Bekämpfung der Nagetiere und geht selbst in die Kanalisation, um die Tiere zu erwischen.

Holzwickede

, 25.08.2020, 14:33 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Ratten sind zurück. Waren die Nagetiere schon in den Vorjahren ein wiederkehrendes Problem in der Emscherquellgemeinde, sind sie auch in diesem Jahr in hoher Zahl in Holzwickede zu finden. Betroffen ist nicht nur die Gemeindemitte im Bereich des Emscherparks, sondern auch einzelne Wohngebiete.

Nach vermehrten Beschwerden der Bürger über das hohe Vorkommen der ungeliebten Nager greift die Verwaltung zu neuen Methoden. Im vergangenen Jahr wurden die Verträge mit den Schädlingsbekämpfern erneuert und oberirdisch Rattenköderstationen ausgelegt. Nun greift die Gemeinde auch verstärkt im Kanalnetz durch Rattenköder ein.

Sorgsamer Umgang mit Müll

Nach rund vier Wochen wird die Köderannahme in den einzelnen Schächten kontrolliert. Bei ausbleibenden Fraßspuren wird nach neuen Standorten gesucht. Allerdings werden einige Köder in den Kanälen auch nicht angenommen, weil den Ratten viele Alternativen über der Erde bleiben.

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Die Gemeinde weist daher darauf hin, dass für das hohe Rattenaufkommen in den Siedlungen auch die Menschen mitverantwortlich sind. Sorgloser Umgang mit Müll oder das Füttern von Enten würden die Probleme verschärfen, da die Nagetiere so ein größeres Nahrungsangebot bekommen, heißt es in der Pressemitteilung.

Die Verwaltung wendet sich daher mit der Bitte an die Bürger, Abfälle nicht liegen zu lassen, sondern in den dafür vorgesehenen Straßenmülleimern zu entsorgen. Auch eine unsachgemäße Eigenkompostierung auf dem Privatgrundstück sowie der falsche Umgang bei der Entsorgung von Lebensmitteln kann Ratten begünstigen.

Maßnahmen im Kampf gegen die Nager

Bekämpft werden müssen die Ratten nicht nur wegen der Schäden, die sie beim Nagen und Wühlen anrichten. Durch Kot und Urin können sie zudem Krankheiten auf Menschen und Haustiere übertragen. Die Verwaltung möchte die Holzwickeder im Kampf gegen die Ratten sensibilisieren und weist auf unterstützende, vorbeugende Maßnahmen hin:

  • Ordnungsgemäße Entsorgung von Abfällen, insbesondere Essensresten
  • Speisereste sollten nicht über die Toilette und somit über die Kanalisation entsorgt werden
  • Das Füttern der Enten im Emscherpark schadet nicht nur dem Gewässer und den Wasservögeln, sondern zieht ebenso Ratten an
  • Sämtliche Nahrungsmittelreste (unter anderem angebissene Speisen oder Futtermittel für Haustiere oder wilde Vögel) ziehen Ratten an und sollten nicht offen auf dem Grundstück liegen gelassen werden
  • Die Lagerung von Sperrmüll oder Abfällen für längere Zeit ist unbedingt zu vermeiden, da hierdurch Nist- und Unterschlupfmöglichkeiten für Ratten geschaffen werden
  • Abfallbehälter und Müllsäcke verschlossen halten und erst am Tag der Abfuhr bereitstellen
  • Gebäudeschäden (Türspalten, Ritzen) und defekte Hausanschlüsse reparieren sowie unvergitterte Kellerfenster verschließen, um das Eindringen der Ratte in das Gebäude zu vermeiden
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