Dunkle Straßen machen Angst. Bürger und Politik fordern mehr Sicherheit, mehr Licht in den Straßen und Polizeipräsenz. Die Vorbereitung für Kameraüberwachung an der Carolinenbrücke läuft.

Holzwickede

, 17.10.2018, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dieser Bereich wird videoüberwacht. Diesen Satz, gedruckt auf Schildern, werden künftig alle lesen können, die die Carolinenbrücke aus der Nähe betrachten oder betreten. Die Gemeinde Holzwickede bereitet zurzeit mit dem Datenschutzbeauftragten Eric Janzen die Installation von vier hochauflösenden Videokameras vor. Damit soll dem Vandalismus Einhalt geboten werden.

Mehr Licht und dementsprechend weniger Angsträume im öffentlichen Raum hatten bereits im vergangenen Jahr die Politiker des Holzwickeder Bürgerblocks eingefordert. Nach einer Begehung mit Bürgern legten sie der Verwaltung eine Liste mit Straßen vor, an denen dringend mehr Licht installiert werden müsste. Zwar hat die Gemeindeverwaltung auch gemeinsam mit dem Energieversorger Innogy herkömmliche Leuchten in Straßenlaternen auf LED umgerüstet. Viel mehr, so gibt der zuständige Fachbereichsleiter Uwe Nettlenbusch zu, sei bislang nicht passiert. Zum einen sei das eine Frage des Budgets, zum anderen habe sich sein Fachbereich aufgrund zahlreicher anderer Themen damit nicht so intensiv beschäftigen können. Gemeinsam mit dem Energieversorger habe die Gemeinde unter anderem festgestellt, dass an manchen Stellen ein Tausch der Leuchtmittel allein nicht ausreiche. Es müssten an einigen Stellen zusätzliche Straßenlaternen installiert werden. Und das sei teuer.

Bei Bürgern wächst aber auch immer mehr die Sorge, in Holzwickede Opfer eines Überfalls zu werden. Zumindest am Holzwickeder Bahnhof, denn dort wurden binnen weniger Wochen gleich zwei Überfälle verübt. Die Täter wurden nicht gefasst. Für die Holzwickeder Christdemokraten ist das ein erneutes Zeichen, dass es in der Emschergemeinde zu wenig Polizeipräsenz gibt. „Es muss mal wieder ein Schutzmann zu sehen sein“, forderte Frank Lausmann in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates. Am 17. September war ein 30-jähriger Dortmunder am Bahnhof geschlagen und beraubt worden. Er musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Am vergangenen Sonntag wurden zwei junge Männer am Bahnhof geschlagen und ihnen wurde Geld gestohlen.

Dunkle Bahnhofszugänge

Dass die Zugänge zum Holzwickeder Bahnhof sehr dunkel, beklagen viele. Im Bereich der Personenunterführung an der Bahnhofstraße sollen aber künftig 140 Leuchtsteine und eine LED-Stele mehr Licht bringen.

Vandalen hatten auch im Mai Schäden an der Rathaustreppe verursacht. 6600 Euro kostete die Reparatur.

Komplizierter Datenschutz

Gegen den immer wiederkehrenden Vandalismus an der Carolinenbrücke sollen nun also hochauflösende Kameras helfen. „Die Kameras wurden bereits angeschafft“, erklärte Nettlenbusch, dass gemeinsam mit dem Datenschutzbeauftragten von der technischen Seite her auch alles geregelt sei. Nun gehe es um die Details des Datenschutzes. Und das Thema sei kompliziert. So reiche es längst nicht mehr aus, ein Schild zu installieren, auf dem steht „Dieser Bereich wird videoüberwacht“. Es müsse auch zu lesen sein, wer dafür verantwortlich ist – im Fall der Brücke die Bürgermeisterin der Gemeinde. Die Schilder müssen bestellt werden. In etwa zwei bis drei Wochen soll noch einmal gemeinsam mit Eric Janzen eine Begehung unternommen werden. Dann sollten die restlichen Datenschutzfragen und der Standort für die vier Kameras geklärt sein.

Zu dem Thema Vandalismus wiederholte die FDP eine Forderung: Fritz Bernhard erinnerte daran, dass seine Fraktion vorgeschlagen habe, die Fahrstuhltüren umzurüsten auf Polycarbonat. Das Material gelte als unkaputtbar.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Neues Wohngebiet
Verkaufsstart erfolgt: Das kostet eine Doppelhaushälfte im Wohnpark Emscherquelle
Hellweger Anzeiger Neue Veranstaltung
Dauerbrenner am Brett: Howi-Bib-Freunde laden zum offenen Spieletag in die Bibliothek
Hellweger Anzeiger Ex-Abgeordneter Hüppe
Kritik an Förderschule: Falsche Förderung und ein Hindernis für die Inklusion
Meistgelesen