Rockmusik als Startschuss, die leckerste Sportlernahrung der Region und eine Pokal-Garantie für Kinder: Man muss kein großer Radsportler sein, um an „Rund um Haus Opherdicke“ Gefallen zu finden.

Unna

, 22.07.2019, 14:51 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Rund um Haus Opherdicke“ gehört zu den traditionsreichsten Radsportveranstaltungen in der Region, vor allem aber auch zu den beliebtesten. Über 600 Teilnehmer waren es im vergangenen Jahr, die vom Gelände des Wasserschlosses aus auf eine Tour gegangen sind. Mit der 21. Austragung knüpfen die Radsportler des Holzwickeder Sportclubs am 18. August daran an.

„Rund um Haus Opherdicke“ vereint ein Volksradfahren für Familien mit einer Radtouristikfahrt für regelmäßiger trainierende Hobbysportler. Es ist die Mischung aus Sport, familiärer Betreuung und Volksfest, die der Veranstaltung in der Region eine Sonderstellung gibt. RTF-Termine gibt es zurzeit viele. Aber nur wenige Fahrten haben eine solche Zugkraft.

Legendär guter Kuchen an den Verpflegungsstellen

In der Radsportszene haben die Holzwickeder einen guten Ruf als Ausrichter. Obwohl die Radsport-Abteilung des HSC nur 21 Mitglieder hat, werden gut 40 Helfer im Einsatz sein, um die Veranstaltung gut über die Bühne zu bringen. Da werden dann Familienmitglieder „verpflichtet“ und andere Vereine um Hilfe gebeten. Das Miteinander ist beim HSC zu spüren. Und wer regelmäßig RTFs fährt, freut sich in Holzwickede auch schon auf den Kuchen an den vier Kontrollstellen.

„Rund um Haus Opherdicke“ bietet aber noch ein paar Besonderheiten, die aus der Veranstaltergemeinschaft mit dem Kreis Unna zu erklären sind. Man muss gar nicht mitfahren, um Spaß daran zu haben. Wenn eine Musikgruppe die Teilnehmer auf die Strecke schickt und aus der Scheune der Kaffeeduft herüberzieht, kommt Volksfeststimmung auf.

Startschuss von der „mobilen Band“

Der Ton der Musik wird in diesem Jahr etwas rockiger sein: Die „Streetkings“ sind zwar eine mobile Formation, die aber mit Instrumenten aus der Rock- und Pop-Musik spielen. „Wir laden alle Holzwickeder zu uns ein, ob sie nun mitfahren oder nur Gast sein möchten“, sagt Organisatorin Hanne Schön vom HSC.

In erster Linie ist Volksradfahren natürlich die Einladung, die Familien, Freundeskreise, Nachbarschaften und Gelegenheitssportler aller Art, an einem hoffentlich sonnigen Sonntag das Fahrrad aus dem Keller zu holen und gemeinsam auf eine schöne Tour zu gehen. Dazu bietet es den Teilnehmern in diesem Jahr zwei Strecken von 21 und 41 Kilometern Länge. Jedes Kind soll einen Pokal mitnehmen können – als Andenken und als Motivation für sportlichen Einsatz. Dabei gibt es sonst eigentlich nichts zu gewinnen: Volks- und Radtourenfahrten sind ausdrücklich keine Rennen. Jeder fährt in seinem Tempo und Rhythmus.

Fünf Strecken zur Auswahl von 21 bis 151 Kilometern

Wer regelmäßiger trainiert, sucht sich vielleicht eher eine der RTF-Strecken aus und kann dann bis zu 151 Kilometer herunterkurbeln. Sicherlich sind es vor allem ambitionierte Rennradfahrer, die sich dieser Herausforderungen stellen. Grundsätzlich aber sind die Unterschiede zwischen Volksradfahren und RTF kleiner als vermutet. Auch die RTF ist eine Veranstaltung für jedermann.

Hauptaugenmerk für die Streckenplanung war es, den Teilnehmern eine sichere und schöne Route anzubieten. Für die Einsteigerstrecke etwa führt sie den Berg hinab nach Billmerich, durch den Bornekamp und dann nach Frömern, um die Radfahrer schließlich über den Rücken des Haarstrangs mit herrlichem Weitblick zurückzuführen. Die längere der beiden Strecken fürs Volksradfahren spannt den Bogen etwas weiter und führt die Radler auf der Südseite der Ruhr zurück.

Die Streckenführungen sind auf unterschiedliche Fitnessniveaus abgestellt. Je größer der Bogen ist, den die Radler rund um Haus Opherdicke beschreiben, desto weiter geht es auch in die Hügellandschaften des Sauerlandes. Extreme Bergprüfungen haben aber auch die Fahrer der großen Schleifen nicht zu befürchten. Ein paar Höhenmeter zu meistern, das bleibt bei einer Fahrt rund um Opherdicke aber niemandem erspart. Immerhin liegt das Wasserschloss auf dem Haarstrang, und wer diesen hinab fährt, muss zum Schluss auch wieder hoch.

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