So könnte Haus Opherdicke von der Mitgliedschaft bei den „RuhrKunstMuseen“ profitieren

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Seit etwas mehr als zwei Wochen ist es jetzt offiziell: Das Museum auf Haus Opherdicke ist in die „RuhrKunstMuseen“ aufgenommen worden. Von der Mitgliedschaft erhofft man sich viel.

Holzwickede

, 27.10.2019, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Freude muss riesig gewesen sein, als die Kulturverantwortlichen beim Kreis Unna die Nachricht von der Mitgliedschaft Haus Opherdickes in den „RuhrKunstMuseen“ übermittelt bekamen. Knapp zwei Wochen danach ist die Freude noch immer groß, wie die beiden Kuratoren Arne Reimann und Sally Müller sowie Stefanie Kettler, Leiterin des Kulturamtes, bei einem Besuch der aktuellen Ausstellung „Wundersam Wirklich“ erklärten.

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„Kann als Wertschätzung unserer Arbeit gewertet werden“

„Das kann als Wertschätzung unserer Arbeit gesehen werden“, sagt Reimann, als er durch die Räume des Hauses geht, wo derzeit Kunst aus einem Museum in Arnheim ausgestellt ist. „Es unterstreicht außerdem unsere Zugehörigkeit zum Ruhrgebiet“, fügt er hinzu.

Kooperationen wie die mit dem niederländischen Museum sind künftig auch mit den 20 anderen „RuhrKunstMuseen“ denkbar. Überhaupt finden zwischen den teils überaus renommierten Ausstellungsorten regelmäßig Projekte statt. Nicht ausgeschlossen, dass irgendwann auch Werke aus der Sammlung des berühmten Folkwang Museums in Essen in Opherdicke ausgestellt sein werden.

So könnte Haus Opherdicke von der Mitgliedschaft bei den „RuhrKunstMuseen“ profitieren

Rechnet bis Jahresende mit knapp 20.000 Besuchen: Das Museum auf Haus Opherdicke. © Udo Hennes

Jedes Haus hat seine eigenen Erfahrungswerte

Reimann, Müller und Kettler erhoffen sich eine gute und enge Zusammenarbeit in allen Bereichen. „Das fängt bei technischen Sachen an und geht hin bis zum kuratorischen Austausch. Der Verband besteht aus großen, und auch vielen kleinen Häusern, die alle etwas mitbringen.“, sagt Müller. Reimann pflichtet ihr bei: „Jedes Haus hat eigene Erfahrungswerte.“ Und genau über diese gilt es sich bei den Treffen des Verbandes auszutauschen.

RUHRKULTUR.CARD

KUNSTANGEBOT IM RUHRGEBIET

  • Eine Jahreskarte 2019 der RuhrKultur.Card ist gültig für Ausstellungen der RuhrKunstMuseen, für Vorstellungen der RuhrBühnen und darüber hinaus für Veranstaltungen dreier internationaler Kultur-Festivals.
  • Wer im Besitz der RuhrKultur.Card 2019 ist, bekommt für 45 Euro ein ganzes Jahr lang Kulturprogramm: Einmalig freien Eintritt in alle 20 RuhrKunstMuseen, ein um 50 % ermäßigtes Vorstellungsticket für jede der 11 RuhrBühnen und die Festivals Internationale Kurzfilmtage Oberhausen, Ruhrfestspiele Recklinghausen und Ruhrtriennale. Mehr Informationen unter www.ruhrkulturcard.de

Die Museen stehen ebenso wie viele Theater vor der schwierigen Herausforderung, die Menschen stetig für Kultur zu begeistern. In Opherdicke hat man damit aber bisher wenig Probleme: „Wir sind stolz auf unser treues Publikum“, sagt Müller.

Rund 20.000 Besuche in diesem Jahr

Nach Abschluss des Jahres werden Schätzungen zufolge immerhin rund 20.000 Besuche zu Buche stehen. Durch die Mitgliedschaft in den „RuhrKunstMuseen“ könnten es in den nächsten Jahren noch deutlich mehr werden. Zum einen ist Haus Opherdicke in den zahlreichen Broschüren aufgeführt, die von unzähligen Kulturinteressierten in der ganzen Region landen gelesen werden.

RUHRKUNSTMUSEEN

BILDENDE KUNST IM RUHRGEBIET

  • Die Gründung von RuhrKunstMuseen ist eine Folge der Ernennung des Ruhrgebiets zur Kulturhauptstadt Europas 2010. 20 Museen sind seit der Gründung dabei. Haus Opherdicke ist der erste Ausstellungsort, der erst nach der Gründung dazugestoßen ist.

Zum anderen werden, so erhofft es sich der Kreis Unna, vermehrt Nutzer der RuhrKultur.Card nach Holzwickede gezogen. Zwar schafft es der Verband wohl nicht mehr, Haus Opherdicke in das Angebot der RuhrKultur.Card fürs nächste Jahr zu integrieren, für Kettler, Müller und Reimann spielt das aber keine Rolle. Unterm Strich zählt immerhin zunächst die Mitgliedschaft.

Preise sind vergleichsweise günstig

Außerdem sei der Eintritt auf Haus Opherdicke ohnehin vergleichsweise günstig. „Wir möchten, dass Kunst für alle Menschen zugänglich ist“, sagt Reimann.

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