Grüne fordern mehr Photovoltaik-Anlagen – und fassen Grundschul-Dächer ins Auge

dzEnergie

Bei der Abkehr von fossilen Brennstoffen möchten die Bündnisgrünen vermehrt auf Photovoltaik-Anlagen setzen. Für denkbar halten sie etwa eine Bebauung von Grundschul-Dächern.

Holzwickede

, 16.01.2020, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit mehr als einem Jahr gibt es in Holzwickede nun die Energienetze Holzwickede GmbH. Nach Auffassung der Grünen-Fraktion im Gemeinderat soll die kommunale Energiegesellschaft in Zukunft auch Verantwortung tragen, wenn es um Maßnahmen zur Abkehr von fossilen Brennstoffen geht.

„Wir möchten, dass unsere Gemeindewerke Motor für die Energiewende werden und für die Zukunft innovative und bürgernahe Entwicklungsmöglichkeiten bieten“, fordert Grünen-Fraktionschef Friedhelm Klemp. Die Grünen begrüßen zwar, dass das neue Rat- und Bürgerhaus mittels Photovoltaikanlage auf dem Dach später Strom gewinnen soll.

Mehr Photovoltaik-Anlagen auf gemeindeeigenen Gebäuden

Sie fordern aber, auf den gemeindeeigenen Gebäuden noch mehr Photovoltaik-Anlagen zu installieren. „Als Kommune sind wir gefordert, bei der Entwicklung und Steigerung unseren Beitrag zu leisten“, sagt Klemp. Eine Anlage findet sich bislang auf dem Dach des Schulzentrums an der Opherdicker Straße.

„Wir möchten den Bereich erweitern und die Verwaltung bitten, die Dächer der Grundschulen diesbezüglich zu überprüfen“, teilt der Grünen-Fraktionschef mit. Er ist sich sicher: Mehr Photovoltaikanlagen wären ein weiterer Beitrag zum Klimaschutz, würden sich rentieren und hätten auch pädagogischen Wert, wenn sie sich unmittelbar auf den Dächern der Bildungseinrichtungen befänden.

Unter den Schulleitungen stieß der Vorschlag der Bündnisgrünen nach Aussage von Klemp jedenfalls auf Zustimmung: Drei der vier Grundschulen begrüßten demnach die Forderung.

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Bei der Umsetzung sollten laut Auffassung der Grünen auch die Gemeindewerke eine Rolle spielen: „Im Rahmen dieser Maßnahmen wäre es sinnvoll zu überprüfen, wie weit unsere Gemeindewerke hier durch Erweiterung des Geschäftsfeldes Stromerzeugung hier einbezogen werden können oder andere Modelle in Betracht gezogen werden können“, fordert Klemp.

Grüne fordern: Geschäftsfeld der Gemeindewerke erweitern

Die Grünen sehen noch weitere Möglichkeiten, das Geschäftsfeld zu erweitern: „Wir können uns auch vorstellen, zum Beispiel Carsharing über unsere Gemeindewerke und das Umweltamt zu forcieren“, sagt Klemp.

Zudem sollten sie auch „Partner für weitere regenerative Möglichkeiten im Ort sein“. Für denkbar hält der Grünen-Fraktionschef auch eine Internetplattformen zum Austausch für Bürger, die sich für die Nutzung regenerativer Energien interessieren.

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