Der trockene Sommer und der Klimawandel waren beim Ökumenischen Erntedankgottesdienst Anlass, sich darauf zu besinnen, dass unser Wohlstand nicht selbstverständlich ist.

Holzwickede

, 07.10.2018, 18:43 Uhr / Lesedauer: 2 min

Landwirt Maik Middelschulte dürfte sich direkt angesprochen gefühlt haben, als Pfarrer Michael Niggebaum in seiner Predigt auf die Ernteausfälle durch den trockenen Sommer einging. Und dennoch würden wir hierzulande keinen Mangel an Nahrung spüren – wohlwissend, dass die Situation an anderen Orten der Welt eine ganz andere ist.

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Ökumenischer Erntedankgottesdienst auf dem Marktplatz

07.10.2018
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Pfarrer Michael Niggebaum und Liebfrauen-Gemeindereferentin Silke Klute führten gemeinsam durch den ökumenischen Gottesdienst. Unterstützung kam dabei von Singkreis, Songruppe, dem Posaunenchor Süd sowie den Evangelischen Familienzentren Löwenzahn, Caroline Nordlicht und der katholischen Kindertagesstätte Liebfrauen. © Greis
Pfarrer Michael Niggebaum und Liebfrauen-Gemeindereferentin Silke Klute führten gemeinsam durch den ökumenischen Gottesdienst. Unterstützung kam dabei von Singkreis, Songruppe, dem Posaunenchor Süd sowie den Evangelischen Familienzentren Löwenzahn, Caroline Nordlicht und der katholischen Kindertagesstätte Liebfrauen. © Greis
Pfarrer Michael Niggebaum und Liebfrauen-Gemeindereferentin Silke Klute führten gemeinsam durch den ökumenischen Gottesdienst. Unterstützung kam dabei von Singkreis, Songruppe, dem Posaunenchor Süd sowie den Evangelischen Familienzentren Löwenzahn, Caroline Nordlicht und der katholischen Kindertagesstätte Liebfrauen. © Greis
Pfarrer Michael Niggebaum und Liebfrauen-Gemeindereferentin Silke Klute führten gemeinsam durch den ökumenischen Gottesdienst. Unterstützung kam dabei von Singkreis, Songruppe, dem Posaunenchor Süd sowie den Evangelischen Familienzentren Löwenzahn, Caroline Nordlicht und der katholischen Kindertagesstätte Liebfrauen. © Greis
Pfarrer Michael Niggebaum und Liebfrauen-Gemeindereferentin Silke Klute führten gemeinsam durch den ökumenischen Gottesdienst. Unterstützung kam dabei von Singkreis, Songruppe, dem Posaunenchor Süd sowie den Evangelischen Familienzentren Löwenzahn, Caroline Nordlicht und der katholischen Kindertagesstätte Liebfrauen. © Greis
Pfarrer Michael Niggebaum und Liebfrauen-Gemeindereferentin Silke Klute führten gemeinsam durch den ökumenischen Gottesdienst. Unterstützung kam dabei von Singkreis, Songruppe, dem Posaunenchor Süd sowie den Evangelischen Familienzentren Löwenzahn, Caroline Nordlicht und der katholischen Kindertagesstätte Liebfrauen. © Greis
Pfarrer Michael Niggebaum und Liebfrauen-Gemeindereferentin Silke Klute führten gemeinsam durch den ökumenischen Gottesdienst. Unterstützung kam dabei von Singkreis, Songruppe, dem Posaunenchor Süd sowie den Evangelischen Familienzentren Löwenzahn, Caroline Nordlicht und der katholischen Kindertagesstätte Liebfrauen. © Greis
Pfarrer Michael Niggebaum und Liebfrauen-Gemeindereferentin Silke Klute führten gemeinsam durch den ökumenischen Gottesdienst. Unterstützung kam dabei von Singkreis, Songruppe, dem Posaunenchor Süd sowie den Evangelischen Familienzentren Löwenzahn, Caroline Nordlicht und der katholischen Kindertagesstätte Liebfrauen. © Greis
Pfarrer Michael Niggebaum und Liebfrauen-Gemeindereferentin Silke Klute führten gemeinsam durch den ökumenischen Gottesdienst. Unterstützung kam dabei von Singkreis, Songruppe, dem Posaunenchor Süd sowie den Evangelischen Familienzentren Löwenzahn, Caroline Nordlicht und der katholischen Kindertagesstätte Liebfrauen. © Greis

Middelschulte stellte seinen Traktor zur Verfügung, damit die Erntedankkrone über den Köpfen der zahlreichen Gottesdienstbesucher schweben konnte. Die Stühle und Bänke waren restlos besetzt, im hinteren und sonnigen Teil des Marktplatzes fanden aber alle Besucher einen angenehmen Platz.

„Wir nehmen Vieles als selbstverständlich hin. Gott schenke uns, dass wir wieder staunen können“, sagte Niggebaum, der zusammen mit Liebfrauen-Gemeindereferentin Silke Klute den Gottesdienst für Protestanten und Katholiken abhielt. Beide verwiesen auf den Hunger in Afrika, die Katastrophenregion in Indonesien und auch auf die rechtsextremen Strömungen in der deutschen Gesellschaft. All das mache es eben nicht selbstverständlich, ein gutes Leben zu führen. „Wir müssen dankbar für das Wunder sein, dass unsere Erde jedes Jahr die Kraft hat zu wachsen und zu gedeihen“, so Niggebaum.

Er und Klute führten angenehm locker und entspannt durch den Gottesdienst, animierten die Besucher bei den Kirchenliedern zum Mitsingen und Mitklatschen. Als beim Danke-Lied die Kollekte eingesammelt wurde, brauchte es aufgrund des großen Besucherzuspruchs eine Zugabe des begleitenden Posaunenchors Süd, um die Kollekte zu überbrücken. „Wiederholt ihr die erste Strophe? Schon vorbei? Dann auch nochmal die zweite?“, fragte Niggebaum unter dem Gelächter der Anwesenden. Das gesammelte Geld wird geteilt und unterstützt die jeweiligen kirchlichen Hilfsaktionen „Brot für die Welt“ und „Minibrot“.

Für die gelöste Stimmung sorgten auch die Auftritte des katholischen Singkreises und der evangelischen Songgruppe. Die Kita-Kinder der kirchlichen Träger in Holzwickede stellten mit Tüchern den Wechsel der Jahreszeiten und den Erntezyklus dar. Und mit Hilfe von Wurm-Handpuppen wurde den kleinen und großen Besuchern verdeutlicht, dass Erde nicht bloß toter und lebloser Dreck, sondern voller Leben und Grundlage für Wohlstand ist.

Nach dem gemeinsamen Segen durch Silke Klute und Michael Niggebaum endete der Gottesdienst mit der Ausgabe von Äpfeln, von denen sich jeder Besucher einen greifen durfte.

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