Gemeindezentrum Süd wird im März abgerissen – neues Pflegeheim soll 2021 eröffnen

dzZeitplan für Neubau

Die Bäume rund um die ehemalige Kirche sind schon gefällt: Im März folgt das Gemäuer. Das Gemeindezentrum Süd weicht, damit Wohnraum für alte und pflegebedürftige Menschen entsteht.

Holzwickede

, 26.02.2020, 17:04 Uhr / Lesedauer: 2 min

Rund um das 2004 als solches entwidmete Kirchengebäude sieht es wüst aus: Der Hecken- und Baumbestand auf dem Gelände wurde bereits gerodet und vor Ort aufgeschichtet. Tiefe Reifenspuren ziehen sich durch das aufgeweichte Erdreich.

Felix Staffehl macht klar: „Jetzt geht jetzt es in die Vollen.“ Staffehl verantwortet den Geschäftsbereich Altenhilfe Mitte innerhalb der Perthes-Stiftung. Lange musste sich der Träger der neuen Pflegeeinrichtung, die in den kommenden Monaten an der Winkelstraße entsteht, gedulden – jetzt wird es ernst.

Rohbau für neue Pflegeeinrichtung soll im Herbst stehen

Die Perthes-Stiftung hat einen genauen Zeitplan, wie es an Winkel- und Wichernstraße in den kommenden Wochen und Monaten weitergeht:

  • Die Diakonie Ruhr-Hellweg, die das Gebäude gut 15 Jahre als Pflegeschule nutzte, ist unter der Woche ausgezogen.
  • Ab der ersten Märzwoche wird das Baufeld für den Abriss des einstigen Gemeindezentrums bereitet. Dann rücken die Abbruchmaschinen an. Bis Ende April soll das einstige Kirchengebäude verschwunden sein.
  • Planmäßig soll bereits Anfang Mai mit den Rohbauarbeiten begonnen werden. Der Rohbau soll im Herbst dieses Jahres stehen.
  • Läuft alles nach Plan, dann wird das neue Pflegeheim der Perthes-Stiftung als „Katharina-von-Bora-Haus“ im September 2021 bezugsfertig sein und 50 stationäre Pflegeplätze bieten.
  • Der Name geht auf die Reformationszeit zurück: Die Namensgeberin der neuen Einrichtung war auch als Käthe Luther bekannt – und die Ehefrau Martin Luthers.
  • Die Perthes-Stiftung beziffert die Gesamtkosten für das Projekt auf 6,5 Millionen Euro.

Perthes-Stiftung ist sich sensibler Lage der Baustelle bewusst

Felix Staffehl ist bewusst, dass die anstehenden Arbeiten nicht geräuschlos in dem Wohngebiet ablaufen werden. „Lärm wird sich nicht vermeiden lassen. Aber wir haben einen klaren Baustellenplan festgelegt. Die Baustellenleitung hat ob der angespannten Parkplatzsituation zudem entsprechende Anweisung bekommen.“

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Gearbeitet werden darf werktags zwischen 7 und 20 Uhr. Container, Kräne und Baustellenfahrzeuge sollen so gestellt und geparkt werden, dass Anwohner nicht behindert werden. Für die Abbrucharbeiten wolle man die Geräuschkulisse durch schallgedämpfte Maschinen so gering wie möglich halten.

Weil entlang der Winkelstraße momentan über das Versorgungsunternehmen Westnetz auch Gas- und Stromleitungen erneuert werden, stehe man zudem im Austausch mit der ausführenden Baufirma, versichert in Fritz Bernhardt der Gebäudekirchmeister der Evangelischen Gemeinde. Die bleibt weiterhin in Besitz der Fläche, überträgt das Grundstück per Erbpacht an die Perthes-Stiftung.

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