Mögliche Parkplatzgebühren dürften für eine heiße Debatte sorgen

dzKlimaschutzprojekt Holzwickede

Der Maßnahmenkatalog für das Klimaschutzkonzept Holzwickedes soll kommenden Montag im Umweltausschuss beschlossen werden. Mitunter spielt das Thema Parkplatzgebühren eine Rolle.

Holzwickede

, 13.06.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Thema kostenloses Parken oder Parkgebühren in der Gemeinde ist in der Vergangenheit schon mehrfach heiß diskutiert worden. Im Rahmen des Maßnahmenkatalogs für das Klimaschutzkonzept der Gemeinde Holzwickede taucht das Thema ein weiteres Mal auf. Die Verwaltung stellt sich auf Diskussionen in der Sitzung am kommenden Montag ein.

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Handlungsfeld 3 im Maßnahmenkatalog des Klimaschutzprojektes widmet sich dem Thema klimagerechte Mobilität in Holzwickede. Darunter fallen Ideen zum Parken, zu Schulwegen, zum Radfahren und zum ÖPNV.

Eine fußgänger- und fahrradfreundliche Stadt

Streitpunkt wird die Parkraumbewirtschaftung an der Kirchstraße, sowie Haupt-/Nordstraße und Wilhelmstraße sein. Tanja Flormann, zuständig für den Umweltschutz in Holzwickede, richtet sich auf Diskussionen unter den Fraktionen ein. „Es wurde bereits von einigen gewünscht, aber bislang immer wieder verworfen. Die Frage wird dabei sein: Wo möchte unsere Gemeinde hin?“

In Sachen Schulsicherung sollen Schulwegepläne für Rad- und Fußverkehr erstellt werden. In Kooperation mit dem Kreis Unna möchte man so die Sicherheit erhöhen und die Schüler motivieren, öfter das Rad zu nehmen.

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Aber auch der Rest der Bevölkerung soll öfter zum Rad greifen. Holzwickede möchte eine fußgänger- und fahrradfreundliche Gemeinde werden, an diversen Landes-Initiativen teilnehmen. Als langfristige Maßnahmen sind Rad-Abstellanlagen an den Hauptverkehrsachsen geplant. Erste Stichproben an sogenannten „Hotspots“ sollen 2021 erfolgen. Auch die Sicherheit für Fahrradfahrer soll verbessert werden.

Der Straßenraum soll nach Fertigstellung der geplanten Ortsumgehung L677n neu geordnet werden, inklusive aller Signale. Die Anbindung des Eco Ports an den ÖPNV soll dadurch verbessert werden, dass Unternehmen sich mit der VKU besser über Schicht- und Taktzeiten abstimmen.

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SECHS HANDLUNGSFELDER FÜR EIN KLIMAKONZEPT

  • Seit Monaten arbeitet die Gemeinde an einem Maßnahmenkatalog für ein Klimaschutzkonzept. Montag, 15. Juni, ist dieser Katalog Thema im Umweltausschuss.
  • Die Fraktionen stimmen dann über die einzelnen Maßnahmen ab.
  • Im Vorfeld dieser Sitzung stellt diese Redaktion die einzelnen Handlungsfelder von Energieeinsparungen über Mobilität bis Bürgerbeteiligung vor.
Gemeinde stellt sich auf heiße Debatte um Parkplatzgebühren ein
Auf Klimawandel reagieren

Handlungsfeld 4 widmet sich indes der Stadtentwicklung. Hier möchte man sich die Risiken des Klimawandels genauer ansehen und entsprechend handeln. Ebenso soll eine Starkregen-Gefahrenkarte erstellt und Bevölkerung sowie Unternehmen zugänglich gemacht werden.

Wohnungsunternehmen sollen bei der Erstellung integrierter Quartierskonzepte unterstützt werden. Der Festplatz soll indes entsiegelt werden, damit Regenwasser besser versickern kann und so das lokale Klima verbessert.

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