Gemeinde wirbt mit Anti-Rassismus- und Fairtrade-Kampagne in offiziellen Schreiben

dzZusätzliche Logos

Holzwicke ist sowohl Gemeinde ohne Rassismus als auch Fairtrade-Town. Dass man damit nicht in offiziellen Schreiben wirbt, kritisierte die Lokalpolitik. Die Verwaltung hat mittlerweile reagiert.

Holzwickede

, 28.08.2019, 15:12 Uhr / Lesedauer: 1 min

Wer dieser Tage Post von der Gemeinde bekommen hat, dem sind die beiden Logos für die Kampagnen „Holzwickede ohne Rassismus – Holzwickede mit Courage“ und „Fairtrade-Gemeinde Holzwickede“ vielleicht aufgefallen.

Vor allem, dass die Gemeinde nicht auf ihre eigene Anti-Rassismus-Kampagne in offiziellen Schreiben verweist, störte Dietmar Appel als Sachkundigen Bürger der Grünen. Immer wieder machte er in den zuständigen Gremien auf das Thema aufmerksam und fand schließlich die Zustimmung der übrigen Fraktionen.

Vor der Sommerpause erklärte die Verwaltung, dass man das Logo – und auch den Verweis auf das Fairtrade-Zertifikat ins Design offizieller Schreiben aufnehmen werde. „Wir haben lange dafür gekämpft und sind froh, dass die Verwaltung das nun umgesetzt hat“, so Appel.

Logos in allen Schreiben würde Kosten verursachen

Die hatte zunächst aus Kostengründen gegen eine Implementierung der Logos argumentiert. Eigene Designs seien dabei nicht das Problem, beim Einbetten in externe Programme – beispielsweise im Bereich Einwohnermeldewesen müsse aber ein externer Auftrag vergeben werden.

Ob auch hier künftig die Logos platziert werden, darüber muss die Politik im nächsten Ausschuss für Schule, Sport, Kultur und Städtepartnerschaften am 18. September entscheiden. „Wir haben die Kosten ermittelt, die bei knapp 5000 Euro liegen würden“, so Bürgermeisterin Ulrike Drossel.

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