Gemeinde muss für Straßenausbau mehr Flächen erwerben

Montanhydraulikstraße

Die Montanhydraulikstraße soll saniert und ausgebaut werden. Dafür muss die Gemeinde mehr Flächen erwerben, als ursprünglich gedacht. Die Ursache hierfür kommt von oben.

Holzwickede

, 20.07.2019, 12:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gemeinde muss für Straßenausbau mehr Flächen erwerben

Die Montanhydraulikstraße soll saniert und ausgebaut werden. © UDO HENNES

Mehr Platz auf der Montanhydraulikstraße – das will die Gemeinde durch den Ausbau erreichen. Anfang 2018 wurde auf Antrag der CDU beschlossen, dass ein Konzept für die Straße erarbeitet werden soll, das auch Geh- und Radwege berücksichtigt.

Sicher war bereits, dass die Gemeinde für den Ausbau rund 3000 Quadratmeter an Fläche zusätzlich benötigt. Die Hälfte davon müssen von der Montanhydraulik GmbH, der DB Netz AG der Deutschen Bahn sowie zwei privaten Eigentümern erworben werden.

Mittlerweile ist klar, dass das nicht ausreichen wird. Um die sachgemäße Entwässerung zu garantieren, wird es zusätzliche Regenrückhalte- und -klärungsbecken brauchen. Das sieht die aktuelle Entwurfsplanung vor.

Zwar könne ein Teil der Straße durch bestehende Becken entwässert werden, aber ab dem Parkplatz des Montanhydraulikstadions funktioniere das nicht mehr. „Das gibt das Gefälle nicht her“, sagte Daniel Rauscher, im Bauamt für Verkehr zuständig, vor der Sommerpause im Verkehrsausschuss.

Untere Wasserbehörde sieht Bedarf für zusätzliche Entwässerung

Die Untere Wasserbehörde im Kreis Unna hat den Bedarf zwischenzeitlich geprüft und bestätigt über Kreis-Sprecherin Constanze Rauert, dass die zusätzlichen Becken nötig sind: „Wir haben der Gemeinde signalisiert, dass nur so die Entwässerung ins bestehende Kanalnetz gewährleistet ist.“

Die zusätzlichen Auffang- und Klärungsbecken seien nötig, weil nach dem Ausbau mit zusätzlichem Verkehr zu rechnen ist. Die CDU hatte den Antrag einst als langfristige Vorbereitung für den Anschluss an die geplante L677n gestellt.

Noch keine Gespräche mit Grundstückseigentümern

Inwieweit die zusätzlichen Maßnahmen die weitere Planung verzögern, ist offen. Noch ist man noch nicht an die jeweiligen Grundstückseigentümern herangetreten. „So lange wir noch den Flächenbedarf ermitteln müssen, warten wir hier ab. Erst dann kann man sich auch an die Grundstückseigentümer wenden“, sagte Rauscher.

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