Nächste Stolpersteinverlegung erst im Herbst 2020

dzGedenkveranstaltungen

Wenn sich im kommenden Jahr ein großflächiger Bombenangriff auf Holzwickede zum 75. Mal jährt, soll daran offiziell gedacht werden. Das wiederum hat Auswirkungen auf die nächste Stolpersteinverlegung.

Holzwickede

, 03.09.2019, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die VHS-Gruppe „Spurensucher NS-Opfer Holzwickede“ hat durch ihre Recherche in den vergangenen Jahren maßgeblichen Anteil daran, das mittlerweile zehn goldene Stolpersteine vor den einstigen Adressen an Holzwickeder Opfer des NS-Regimes erinnern.

Die Arbeit der Spurensucher setzt sich auch dieses VHS-Wintersemester fort. So trifft sich die Gruppe erstmals an diesem Donnerstag ab 18.30 Uhr in der Seniorenbegegnungsstätte an der Berliner Allee 16a. Dann geht es nicht nur um Opfer-Recherchen, sondern auch um die nächste Stolpersteinverlegung.

Terminübersicht

Drei Treffen für die Spurensucher

Die VHS-Gruppe der Spurensucher trifft sich dieses Wintersemester jeweils an den Donnerstagen 5. September, 14. November und 16. Januar. Beginn ist jeweils um 18.30 Uhr in der Seniorenbegegnungsstätte, Berliner Allee 16a.

Die war zunächst für den 28. Januar angedacht, wird nun aber in den Oktober kommenden Jahres verschoben. Das liegt an der Idee von Spurensucher Wilhelm Fahrtmann, am 23. März 2020 dem 75. Jahrestag einer großflächigen Bombardierung Holzwickedes im Zweiten Weltkrieg zu gedenken. Wilhelm Hochgräber hatte als VHS-Gruppenleiter bereits angekündigt, hier auf die Gemeindeverwaltung zugehen zu wollen.

Das ist mittlerweile geschehen und bei der Gemeinde ist man dem Thema gegenüber aufgeschlossen. So will man sich noch im September mit Hochgräber zusammensetzen und ausloten, wie so eine Veranstaltung aussehen könnte. „Wir werden uns die Ideen von Herrn Hochgräber anhören“, sagt Sina Rumpke, stellvertretende Fachbereichsleiterin Schule, Sport, Kultur.

Gedenkveranstaltungen würden terminlich kollidieren

Klar ist aber, dass zwei Gedenkveranstaltungen im Januar und März organisatorisch zu eng beieinander liegen würden. Deshalb peilt man schon jetzt die nächste Stolpersteinverlegung erst im Oktober 2020 an. „Ich habe in dem Zuge auch erfahren, dass abhängig vom Umfang der Verlegung und Terminen an anderen Orten auch mehr als fünf Einzelsteine verlegt werden können“, sagt Hochgräber.

Theorerisch wäre es denkbar, dass Gunter Demnig als ausführender Künstler auch mehr als die bisherigen fünf Steine pro Verlegung in Holzwickeder Boden einlässt. Bis dahin werden sich die Spurensucher weiter mit Opfern des NS-Regimes befassen. So rücken auch Häftlinge der „Steinwache“ in Dortmund in den Fokus. Hier hat die Recherche bislang ergeben, dass zwei Holzwickeder in das einstige Verhör- und Folterzentrum der Gestapo verbracht wurden. Heute befindet sich in der Steinwache nördlich des Hauptbahnhofes eine Gedenkstätte, in der auch die Dauerausstellung „Widerstand und Verfolgung in Dortmund“ läuft.

Exkursion

Einblicke in ehemaliges Polizeigefängnis

Zum Programm der Volkshochschule Unna-Fröndenberg-Holzwickede gehört in diesem Wintersemester auch eine Exkursion zur Steinwache am 1. Dezember. Von Unna aus starten die Teilnehmer hier gemeinsam um 10.27 Uhr gen Dortmund. Die Exkursion beginnt um 11 Uhr und dauert gut andertgalb Stunden. In der Kursgebühr von 5 Euro ist der Fahrpreis für den Zug enthalten: www.vhw-zib.de

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