Für das einstige Künstler-Bahnwerk würde ein Millionenbetrag fällig

dzGewerbefläche

Der ehemalige Standort der Künstler Bahntechnik GmbH steht zum Verkauf. Die Gemeinde gehört zu den Kaufinteressenten. Wer das Areal erwerben will, müsste einen Millionenbetrag hinlegen.

Holzwickede

, 02.12.2019, 14:42 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach dem Umzug des Traditionsunternehmens Künstler Bahntechnik von Holzwickede nach Hamm zu Jahresbeginn, liegt die ehemalige Produktionsstätte an der Schäferkampstraße brach. Das Gelände ist in Besitz der Thiemann Grundstücksgesellschaft KG.

„Ich bin in der Phase, in der man sichtet“, sagt Gesellschafter Christian Thiemann auf Anfrage. Er habe mehrere Interessenten für das Grundstück. Darunter sei eben auch die Gemeinde. Es habe sowohl mit der Verwaltung als auch mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) im Kreis Unna bereits einen Austausch gegeben. Die WFG hatte zuletzt bestätigt, dass man demnächst entsprechende Untersuchungen zu Altlasten im Boden durchführen werde.

Würde die Gemeinde die Fläche erwerben und zusammen mit der WFG vermarkten, hätte das den Vorteil, direkt Einfluss darauf zu nehmen, welche Gewerbe sich hier ansiedeln.

„Wenn wir mit der WFG arbeiten, können wir entscheiden, ob wir ein großes oder mehrere kleine Gewerbe hier ansiedeln. Das wäre die charmantere Variante“, sagt Uwe Nettlenbusch, Fachbereichsleiter Technische Dienste.

1,25 Millionen Euro sind für das Grundstück aufgerufen

Die große Frage lautet natürlich: Was will der Eigentümer für das gut 2,75 Hektar große Grundstück haben? „Zu den Zahlen, die da eine Rolle spielen, äußere ich mich nicht“, sagt Christian Thiemann. Aus der Lokalpolitik stammt die Summe von 1,9 Millionen Euro, die einstmals aufgerufen waren. Nach Informationen dieser Redaktion liegt der aktuelle Verkaufspreis bei 1,25 Millionen Euro.

Dafür gibt es das Gelände mitsamt aller Gebäude, die für eine Entwicklung weichen müssten. Sollte die Gemeinde das Grundstück kaufen, wäre zusammen mit der WFG die Suche nach einem potenziellen Investor denkbar. Der wiederum müsste die Fläche dann entwickeln.

Zwar habe er keinen Zeitdruck wohl aber einen Zeitplan, so Christian Thiemann: „Der ist abhängig von anstehenden Gesprächen. Ich bin für alle Interessenten offen – bevorzuge und benachteilige niemanden. Und ich kann sagen: Es wird hier was passieren.“

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Einen Erwerb der Fläche hatte zunächst Bürgermeisterkandidat Peter Wehlack für die SPD gefordert. Dafür gab es Zustimmung seitens der FDP. Auch die Grünen äußern sich über Fraktionschef Friedhelm Klemp: „Wir sind offen für eine gewerbliche Erweiterung im Sinne zusätzlicher Arbeitsplätze und Steuereinnahmen.“ Eine Entwicklung des Bereichs könnte zudem zu einer Verbreiterung der Bahnbrücke über die Sölder Straße führen und eine Engstelle beseitigen – so wie es zuletzt in Sölde umgesetzt wurde.

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