Fünf neue Stolpersteine erinnern an die Gräuel der Nationalsozialisten

dzStolpersteinverlegung

Die Stolpersteine 11 bis 15 sollen diesen Herbst in der Gemeinde gelegt werden. Der Ablauf rund um das Gedenken an Holzwickeder Opfer des Nationalsozialismus wird dieses Mal ein anderer sein.

Holzwickede

, 04.09.2020, 11:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ein Treffen haben die Mitglieder der VHS-Gruppe „Spurensuche NS-Opfer Holzwickede“ noch, bevor in gut einem Monat am 9. Oktober die nächsten Stolpersteine in der Gemeinde verlegt werden sollen.

Am 17. September wollen die „Spurensucher“ dann mit Gruppenleiter Wilhelm Hochgräber vor allem das Begleitprogramm und ein mögliches Abschlusstreffen nach der eigentlichen Verlegung besprechen. Die Steine selbst werden durch den Künstler Gunter Demnig eingesetzt. Seit 1993 hat er rund 75.000 Stolpersteine in Städten weltweit gelegt – überall dort, wo einst Menschen unter Nationalsozialisten leiden mussten.

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Durch das Coronavirus ist Hochgräber klar, dass man auf eine zentrale Gedenkveranstaltung verzichten werde. „Ein abschließendes Kaffeetrinken nach der letzten Verlegung in der Rausinger Halle ist geplant, aber noch ungewiss“, so Hochgräber. Maximal 40 angemeldete Gäste stehen hier derzeit im Raum.

Fünf Stolpersteine werden gelegt

Wenn am 9. Oktober die goldenen Würfel gelegt werden, dann erinnern sie an folgende Menschen: Karl Weil (Lessingstraße 4), Kaspar Lügger (Dürerstraße 18), Heinrich Dulle (Massener Straße 23), Josef Kiel (Landweg 8), Wilhelm Nissel (Im Ostendorf 3). „Heinrich Dulle wurde in den Tod getrieben, die anderen Opfer waren KZ-Häftlinge“, sagt Wilhelm Hochgräber.

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