Edelstahl-Variante soll das Aktionsbecken aus Kunststoff im Freibad Schöne Flöte ersetzen

dzAntrag des BBL

Die Reparaturmaßnahmen im Aktionsbecken bei laufendem Betrieb veranlassen den Bürgerblock, einen Antrag auf ein neues Becken im Freibad Schöne Flöte aus einem anderen Material zu stellen.

Holzwickede

, 09.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Rund sechs Wochen hatte es gedauert, bis die Osmoseschäden im Aktionsbecken ausgebessert wurden. Weil dafür mehrere Schichten temperaturempfindlicher Harze und Lacke aufgetragen werden mussten, dauerte es seine Zeit, da nur zu bestimmten Zeiten ausgebessert werden konnte.

Die Reparaturen nimmt der Bürgerblock zum Anlass, das Aktionsbecken im nächsten Betriebsausschuss auf die Tagesordnung zu bringen und fordert einen Beschluss: Das Becken aus glasfaserverstärktem Kunstoff gegen ein Becken aus Edelstahl tauschen.

Finanzierung und Planung solle die Verwaltung so takten, dass das Becken mit Beginn der Badesaison 2020 in Betrieb gehen könne. So steht es in einem Schreiben, das am Dienstag an die Verwaltung ging und dieser Redaktion vorliegt.

Schadensbehebung im Aktionsbecken war keine spontane Idee

Stefan Petersmann, Chef der Wasserversorgung, wollte den frischen Antrag am Dienstag nicht kommentieren, weil für den Austausch eines Beckens viele Faktoren bedacht werden müssen: „Es wäre unseriös, sich jetzt dazu zu äußern“, sagt Petersmann. Was Petersmann aber kommentiert, ist die Begründung des BBL.

In der heißt es wörtlich: „Zum Ärger vieler Badegäste, insbesondere zur Enttäuschung unserer kleinen Besucher, konnte in diesem Jahr auf Grund eines erst spät erkannten Schadens im Aktionsbecken und der daraufhin erfolgten Reparatur dieser Bereich erst Anfang dieses Monats in Betrieb genommen werden.“

Riss brachte Planungen im Freibad Schöne Flöte durcheinander

Die Begründung des BBL ist an der Stelle nicht korrekt. Die Schäden waren schon vor Saisonbeginn bekannt, auch die Sanierung wurde nicht spontan beschlossen. Sie verzögerte sich aber, weil ein Riss im Nichtschwimmerbecken die Planungen durcheinanderbrachte.

Im Gegensatz zu den Osmoseschäden fiel der erst auf, als das Becken mit Wasser befüllt wurde. „Das Nichtschwimmerbecken hatte da erst mal Priorität“, sagt Petersmann.

Ältestes Edelstahlbecken ist fast ein halbes Jahrhundert alt

Stellt sich die Frage, was so ein Edelstahlbecken kosten würde. Knapp 370 Quadratmeter groß ist das Aktionsbecken, in das in der Schönen Flöte die gelbe Rutsche führt. Zeller Bäderbau aus Berlin hat einst das größte Edelstahlbecken der Welt im Freizeitpark Tropical Islands über 3800 Quadratmeter installiert.

Aber selbst für ein vergleichsweise winziges Becken wie in Holzwickede sagt Verkaufsleiter Andreas Renne: „Nur über die Quadratmeterzahl lässt sich ein Preis nicht nennen. Grundsätzlich ist Edelstahl das nachhaltigere und wirtschaftlichere Material. Wie lange es hält, weiß niemand. Das älteste in Österreich ist 46 Jahre alt.“

Grundsätzlich würden GFK- und Edelstahlbecken aktuell preislich nicht weit auseinanderliegen, wenn man von einem kompletten Neubau ausgeht. Zudem könne man ein Edelstahlbecken auch im Winter außerhalb der Saison einbauen.

Ob der BBL-Vorschlag die geforderte Dringlichkeit hat, bleibt abzuwarten. „Zur Haltbarkeit der jetzigen Sanierung lässt sich frühestens nach der Saison eine Aussage treffen“, sagt Petersmann. Bäder-Fachmann Renner sagt jedenfalls: „Wenn man da in Holzwickede gut sechs Wochen daran gearbeitet hat, ist das eine realistische Zeit. Dann wird man es ordentlich gemacht haben.“ Der nächste Betriebsausschuss findet übrigens erst nach der Sommerpause im Oktober statt.

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