Parkbeschränkung am Dortmunder Airport: Erste Fortschritte auf Pendlerparkplatz

dzKampf gegen Dauerparker

Seit gut einem Monat gilt auf einem Parkplatz der Gemeinde an der Wilhelmstraße eine Zeitbeschränkung. Das Parkverhalten wandelt sich seitdem – auch ohne Abschleppen.

Holzwickede

, 04.03.2020, 13:43 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit gut einem Monat weist ein Schild am Eingang des Parkplatzes an der Wilhelmstraße daraufhin: Hier braucht es eine Parkscheibe und darf das Auto maximal zwölf Stunden am Stück stehen.

Dadurch sollen vor allem Reisende davon abgehalten werden, auf den 42 Stellflächen zu parken, entspannt in den Urlaub oder zu Geschäftsterminen ins Ausland zu fliegen und sich bei Rückkehr über den Gratis-Stellplatz zu freuen.

Leidtragende dessen sind vor allem Pendler, die vor Ort arbeiten. Zwar finden sich auf dem Areal weitere Parkplätze, die gehören aber zum Einzelhandel vor Ort und unterliegen einem noch strengeren Zeitlimit.

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Ein Besuch vor Ort an der Wilhelmstraße zeigt nach etwas mehr als vier Wochen: Das Parkverhalten ist noch immer verbesserungswürdig, aber die Zwölf-Stunden-Regel der Gemeinde verpufft auch nicht: Gut die Hälfte der am Mittwochvormittag hier abgestellten Wagen hat ein Unnaer oder Dortmunder Kennzeichen.

Als das Hinweisschild Ende Januar aufgestellt wurde, parkte kein einziger Wagen mit Kennzeichen aus dem Kreis Unna und dem nahen Umkreis hier. Stattdessen: Nummernschilder aus ganz Deutschland und Osteuropa. Ein Fahrzeug hatte gar kein Kennzeichen und setzte schon Moos an. Das hat man seitens der Gemeinde auch abschleppen lassen.

Parkverhalten hat sich durch Zeitlimit verbessert

Wurde der Abschlepper seitdem nochmals gerufen? „Nein“, sagt Stefanie Heinrich, Fachbereichsleiterin Ordnung, Bürgerservice und Soziales und fügt an: „Ich halte nämlich nichts davon, mit der Brechstange vorzugehen.“

Auch beim Ordnungsdienst habe man bemerkt, dass das Zwölf-Stunden-Limit wirkt. Morgens sei auch den Kontrolleuren aufgefallen, dass mehr Fahrzeuge aus der nahen Umgebung einen Platz gefunden haben. Am späten Nachmittag und abends wiederum würden Stellflächen frei. Die Dauerbelegung wird weniger.

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In der Anfangszeit bekamen Fahrzeuge ohne Parkscheibe zudem einen Warnzettel hinter den Scheibenwischer geklemmt. Auch von Strafgebühren habe man bislang abgesehen. Heißt aber nicht, dass das nicht erfolgen wird. Vorerst soll laut Heinrich noch ein weiteres Hinweisschild folgen, um das Parklimit vor Ort weiter hervorzuheben.

Wer danach die Parkscheibe ignoriert und dauerhaft hier steht, der müsse in Zukunft auch mit Ordnungsgeld und in letzter Konsequenz mit dem Abschleppdienst rechnen.

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