Fortschritt bei der Planung des Bahnhofsumbaus in Holzwickede

dzBahnhof Holzwickede

Die Planung der Überdachung schreitet voran. Im März folgt ein erstes Gespräch mit Vertretern der BEG und zuständigen Ministerien. Nur die Planungen zum Durchstich stagnieren scheinbar.

Holzwickede

, 03.02.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Planung für die Umgestaltung des Holzwickeder Bahnhofs schreitet langsam voran. Die Gemeinde treibt seit Oktober 2019 die Umsetzung einer aufwendigen Aufwertung und Neugestaltung des Bahnhofs und der näheren Umgebung voran. Ein Projekt, das im Jahr 2000 noch unter Bürgermeister Jenz Rother vorgestellt wurde, zwischenzeitlich allerdings im Sande verlief.

Teil des Umbaus soll unter anderem eine Überdachung des Bahnhofes werden, ebenso ist ein Durchstich zur Stehfenstraße geplant, der Park&Ride-Parkplatz südlich der Gleise soll umstrukturiert werden, dafür sollen im Norden neue Parkplätze entstehen. Langfristig sollen im südlichen Bereich auch neue Flächen für Wohnen und fürs Gewerbe entstehen.

Initiative bringt alle wichtigen Vertreter an einen Tisch

Die Gemeinde ist derzeit mit der Ausschreibung und Vergabe der Planung für die Überdachung der Mittelinsel beschäftigt. Das erste Vergabeverfahren für die Beauftragung eines Planers ist eingeleitet worden.

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Im Zuge der weiteren Planungen wird die Gemeinde nun auch an der Landesinitiative „Bauland an der Schiene“ teilnehmen, die von der BEG moderiert wird. „Die bietet Kommunen an, Gespräche mit Vertretern von Regierungen, Ministerien und BEG zu organisieren. Die geben einem Rückenwind, indem sie alle wichtigen Beteiligten an einen Tisch holen“, erklärt Stefan Thiel, Bereich Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung der Gemeinde Holzwickede. „Die fördern den Planungsprozess und beteiligen sich an der finanziellen Unterstützung der Planung.“

Auftaktgespräch im März geplant

Zweck der Initiative sei es, nach eigener Darstellung der BEG, die Entwicklung von bezahlbarem Bauland an Haltestellen des schienengebundenen Personennahverkehrs (SPNV) zu fördern.

In diesem Zuge wird es am 11. März ein erstes Gespräch mit der BEG und Vertretern der zuständigen Landesministerien geben. Dabei gehe es laut Thiel jedoch vor allem um die mittel- und langfristige Planung, was mit dem Gebiet südwestlich der Gleise geschehen soll. Das ist Eigentum der Gemeinde, auf dem sich derzeit unter anderem das Flüchtlingsheim befindet.

Planung für Wohnraum vorantreiben

Dort sollen Wohnungen sowie auch Raum für Handel bzw. Büros und Dienstleistungen entstehen. Die Kosten für eine umsetzungsfähige Konkretisierung der Planungen würde die BEG zu 50 Prozent fördern, die entsprechenden Vergabeverfahren für die Auswahl eines Planungsbüros sogar gänzlich übernehmen.

Fortschritt bei der Planung des Bahnhofsumbaus in Holzwickede

Die Vision für die Südseite der Gleise: Hier soll Wohnraum und Platz fürs Gewerbe entstehen. © REICHER HAASE ASSOZIIERTE RHA

„Wir erhoffen uns, da bei der Planung ein Stück weiterzukommen“, sagt Thiel „Wir wollen uns das Gebiet anschauen und weiter planen.“

Durchstich nicht im Fokus

Um das Thema Durchstich zum Stehfenweg, welcher ebenfalls Teil der Planungen für den Umbau des Bahnhofes ist, gehe es in erster Linie allerdings nicht. „Das ist ein wichtiges Thema. Natürlich werden wir das auch ansprechen, wenn wir sowieso schon zusammensitzen. Aber vorrangig geht es bei dem Gespräch um den südwestlichen Bereich“, erklärt Thiel. Große Hoffnungen auf einen Fortschritt bei dem Thema Durchstich habe man deshalb nicht.

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Die oben genannten Themen sind Teil des nächsten Bauausschusses. Der Ausschuss tagt am 4. Februar ab 17.30 Uhr in der Mensa des Schulzentrums, Opherdicker Straße 44.

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