Neben Folkwang- und Ostwall-Museum: Spielt Haus Opherdicke bald in neuer Liga?

dzMuseumsverband

Es gibt Bestrebungen, dass das Haus Opherdicke in die Reihen der RuhrKunstMuseen stoßen soll. Sollten diese erfolgreich sein, würde es zu einem Netzwerk bedeutender Ausstellungsorte im Ruhrgebiet gehören.

Holzwickede

, 27.09.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Etwas Spruchreifes verkünden konnte Constanze Rauert nicht, dafür blickt die Leiterin der Presseabteilung beim Kreis Unna gespannt auf die Entscheidung des Verbundes RuhrKunstMuseen, zu dem namhafte Ausstellungsorte aus dem gesamten Ruhrgebiet gehören. Das Haus Opherdicke könnte nämlich schon bald Mitglied dieses illustren Kreises werden. Das Haus als Ausstellungsort hätte durch einen potenziellen Beitritt einige Vorteile.

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„Mitgliedschaft würde Aufstieg in neue Liga bedeuten“

Auf Nachfrage unserer Redaktion bestätigte Rauert, dass es entsprechende Bestrebungen gibt: „Wenn das klappen sollte, dann würde das für das Haus Opherdicke einen Aufstieg in eine höhere Liga bedeuten“, erklärte sie. Der Kreis habe vor einiger Zeit eine Anfrage an RuhrKunstMuseen gerichtet.

Das Folkwang-Museum in Essen, das Ostwall-Museum in Dortmund und das Emil-Schumacher-Museum in Hagen gehören zu den insgesamt 20 Mitgliedern dieses gut vernetzten Verbundes. An Prestigeträchtigkeit mangelt es dem RuhrKunstVerbund demnach sicher nicht.

RuhrKunstMuseen

Bildende Kunst im Ruhrgebiet

  • Die Gründung von RuhrKunstMuseen ist eine Folge der Ernennung des Ruhrgebiets zur Kulturhauptstadt Europas 2010. Die 20 dazugehörenden Museen sind gleichzeitig auch die Gründungsmitglieder des Verbundes.
  • Seit fast zehn Jahren tauschen sie sich gegenseitig aus und veranstalten gemeinsame Projekte. Neue Mitglieder hat der Verbund bisher nicht aufgenommen. Haus Opherdicke wäre demnach das erste Mitglied, das erst nach der Gründung dazustoßen würde.

Wohl noch keine Entscheidung getroffen

Zwar hofft der Kreis Unna, dass das Haus Opherdicke die Kriterien für eine Aufnahme erfüllt und in die RuhrKunstMuseen aufgenommen wird, nach Angaben von Rauert ist bisher aber noch keine Entscheidung in dieser Sache getroffen worden.

Leane Schäfer, Sprecherin vom Verbund RuhrKunstMuseen und Leiterin des Kunstmuseums in Gelsenkirchen, machte auf Anfrage unserer Redaktion zwar keine konkreten Angaben zum Stand des Verfahrens, ihre Aussage dürfte aber in den Ohren der Kulturverantwortlichen bei Kreis und auf Haus Opherdicke einen guten Klang haben. „Es gab Gespräche, die Signale waren positiv“, sagte Schäfer. Das Aufnahmeverfahren sei aber noch im Gange und könne sich in beide Richtungen entwickeln.

RuhrKultur.Card

Kunstangebot im Ruhrgebiet

  • Eine Jahreskarte 2019 der RuhrKultur.Card ist gültig für Ausstellungen der RuhrKunstMuseen, für Vorstellungen der RuhrBühnen und darüber hinaus für Veranstaltungen dreier internationaler Kultur-Festivals.
  • Wer im Besitz der RuhrKultur.Card 2019 ist, bekommt für 45 Euro ein ganzes Jahr lang Kulturprogramm: Einmalig freien Eintritt in alle 20 RuhrKunstMuseen, ein um 50 % ermäßigtes Vorstellungsticket für jede der 11 RuhrBühnen und die Festivals Internationale Kurzfilmtage Oberhausen, Ruhrfestspiele Recklinghausen und Ruhrtriennale. Mehr Informationen unter www.ruhrkulturcard.de

Die Vorteile des Verbundes liegen uf der Hand: Das Netzwerk aus bisher 20 Museen der Bildenden Kunst in der Region tauscht sich regelmäßig aus, setzt gemeinsame Projekte um und lockt mit der RuhrKultur.Card, die seit diesem Jahr zu erwerben war, mehr auswärtige Besucher in die jeweiligen Museen. „Wir haben uns bewusst vom Kirchturmdenken verabschiedet und versuchen, regional zu denken“, erklärte Schäfer.

Falls Haus Opherdicke in den Museumsverband aufgenommen werden sollte, blieben dennoch einige Fragen zu klären: Zum Beispiel, ob es noch möglich wäre, Opherdicke in das Angebot der RuhrKultur.Card 2020 zu integrieren.

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