Die Wohnsiedlungen am linken unteren Bildrand werden gerade von den Gegnern der „Flughafenparker“ heimgesucht. © Hans Blossey (Archiv)
Meinung

Finger weg von fremdem Eigentum, „Flughafenparker“-Gegner!

Unbekannte treiben in Flughafennähe in Holzwickede ihr Unwesen und haben es auf „Flughafenparker“ abgesehen. Hier wird aber eine Maus zu einem Elefanten gemacht, meint unsere Autorin.

Würde das Unwort des Jahres in Holzwickede gekürt werden, es hieße wohl „Flughafenparker“. Was zeichnet einen „Flughafenparker“ denn eigentlich aus? Fragt man diejenigen, die sich an den geparkten Autos in Bismarckstraße und Co. stören und sie beschädigen, wäre es in erster Linie wohl ein auswärtiges Kennzeichen.

Kein sonderlich starkes Argument. In Zeiten, in denen jeder sein Kennzeichen bei einem Umzug mitnehmen kann, soll es schon mal vorkommen, dass zugezogene Holzwickeder mit einem Kennzeichen aus Dortmund oder Soest herumfahren. Darüber hinaus kann ja auch jeder Besuch bekommen, der aus einer anderen Stadt anreist und ein paar Tage bleibt. Oder man fährt eben einen Firmenwagen, der in einer anderen Stadt angemeldet ist.

Nette Hinweise statt Selbstjustiz

Ein Anwohner vergleicht die Situation in seiner Nachbarschaft nun mit einer „Hexenjagd“. Das macht auf erschreckende Weise deutlich: Die Anwohner fühlen sich nicht mehr sicher. Und das alles wegen einer Nichtigkeit. Autos parken auf regulären Parkplätzen. Kein Verstoß ersichtlich. Und dabei ist es auch egal, ob es sich um Reisende handelt oder um Anwohner: Ihr Eigentum sollte nicht mutwillig zerstört werden.

Dieser Hass ist völlig fehl am Platz. Ein nett gemeinter Zettel mit dem Hinweis „Am Flughafen gibt es auch Parkplätze“ würde es auch tun. Für Hass und Hetze sollte auch auf den Straßen kein Platz sein.

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