Kosten bei knapp 1,7 Millionen Euro: Finanzausschuss diskutiert über Gerätehaus-Anbau

dzFreiwillige Feuerwehr

Um mehr als das Doppelte sind die geplanten Kosten für den Anbau des Feuerwehr-Gerätehauses sukzessive gestiegen. Jetzt beriet der Finanzausschuss über die Erhöhung des Baubudgets.

Holzwickede

, 27.09.2019, 13:20 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am Donnerstag stand mit dem Anbau des Feuerwehr-Gerätehauses ein Thema auf der Tagesordnung des Haupt- und Finanzausschusses, das durchaus Reibungspunkte lieferte. Die geplanten Kosten für die Arbeiten sind seit der ersten Kalkulation im Januar 2018 sukzessive gestiegen. Die Ausschussmitglieder waren sich aber in einem Punkt einig: An der Bewilligung der inzwischen fast 1,7 Millionen Euro für den Gerätehaus-Anbau führt kein Weg vorbei.

Sichtbar zähneknirschend nahmen die Ausschussmitglieder die Ausführungen des Ersten Beigeordneten Bernd Kasischke zur Kenntnis, der noch einmal erklärte, dass man die ursprünglich veranschlagten 750.000 Euro lediglich als Platzhalter sehen müsse. Vor allem die Aufbereitung des Bodens für fast 200.000 Euro hat die Kosten unvorhersehbar in die Höhe schießen lassen. Hinzu kamen Abrisskosten einstiger Flüchtlings-Pavillons in Höhe von rund 65.000 Euro.

Kein Verständnis unter den Bürgern für den Kostensprung

Dass der Anbau des Gerätehauses jetzt rund 1,7 Millionen statt der ursprünglich angedachten 750.000 Euro kosten soll, sorgte unter den Ausschussmitgliedern für Unverständnis: „Wir werden auf der Straße von Bürgern angesprochen und gefragt, wie so etwas sein kann“, sagte Frank Lausmann (CDU).

Bei vielen Menschen sei der Eindruck entstanden, dass an dieser Stelle Steuergelder verschwendet worden seien. Bevor man kalkuliere, müssten solche Dinge in Zukunft klar sein, sagte er. Er appellierte an die Verwaltung, die Arbeitsabläufe zu überdenken und zu überarbeiten.

Dennoch machte er klar, und darüber herrschte sowohl bei den Vertretern der Fraktionen als auch in den Reihen der Verwaltung Einigkeit, dass kein Weg an der Bewilligung der Summe vorbeiführe. Kasischke widersprach den Vorwürfen der Steuergeldverschwendung. Die Probleme seien nicht vorhersehbar gewesen.

Keine Einsparungen an anderer Stelle mehr möglich

Die Grünen erkundigten sich abschließend nach Chancen, ein Stück des Schadens abzuwenden. So fragte Ratsherr Friedhelm Klemp: „Besteht die Möglichkeit noch an der einen oder anderen Stelle zu sparen, um die Erhöhung irgendwie doch noch auszugleichen?“ Die Antwort fiel negativ aus.

Bei der Abstimmung entschied sich der Ausschuss dennoch einstimmig für eine Empfehlung an den Gemeinderat, die Summe zu erhöhen. Bürgermeisterin Ulrike Drossel schlug in ihrem Fazit versöhnliche Töne an: „Ich denke, wir haben eine Entscheidung zum Wohle der Feuerwehr getroffen.“

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