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Brand in Gartenlauben wird zur logistischen Herausforderung für die Feuerwehr

dzKleingartenanlage „Am Oelpfad“

Pfingstmontag hat ein Brand in der Kleingartenanlage „Am Oelpfad“ vier Gartenlauben teils komplett zerstört – Brandstiftung ist naheliegend. Die Feuerwehr suchte derweil kreative Wege für ihre Schlauchleitung.

Holzwickede

, 10.06.2019 / Lesedauer: 3 min

In der Nacht zu Montag wurde in der Kleingartenanlage „Am Oelpfad“ um 1:34 Uhr ein Brand gemeldet. Vor Ort konnte die Polizei und die eingesetzte Feuerwehr feststellen, dass vier Gartenlauben in Brand geraten waren. Die Feuerwehr löschte das Feuer und auch einen in Brand geratenen Haufen Rindenmulch neben dem Vereinsheim am Eingang der Anlage.

Weil in der Anlage selbst kein Hydrant vorhanden ist, musste die Feuerwehr kreativ werden. „Nachdem zuerst Zug 1 vor Ort war, wurde Zug 2 direkt zur Bahnunterführung am Oelpfad gerufen“, sagt Feuerwehrleiter Enrico Birkenfeld. Der Grund: Hier liegt der nächste Wasseranschluss. Die Kameraden zogen dann eine Schlauchleitung durch die gesamte Kleingartenanlage. „Bei einem Gartenfreund verlief der Schlauch durch die Laube“, sagt Birkenfeld. Er schätzt, dass zwischen zwei und drei Kilometer an Schlauch nötig waren. Die letzten Kameraden konnten den Einsatzort erst gegen 7.30 Uhr verlassen.

Brand in Gartenlauben wird zur logistischen Herausforderung für die Feuerwehr

© Marcel Drawe

Durch das Feuer wurde auch eine Hochspannungsleitung beschädigt, die über der Anlage verläuft. Hier war am Montag noch offen, inwieweit der Betreiber die Leitungen reparieren muss. „Zum Glück ist da nichts runtergekommen. Sonst wäre der Einsatz für uns schnell zu Ende gewesen“, sagt Enrico Birkenfeld mit Blick auf die Überlandleitung, die Holzwickede mit Strom versorgt. Vorsorglich abgestellt wurde während der Löscharbeiten der Strom in den Kleingärten. Auch nach Einsatzende bleibt der Strom vorsorglich aus. „Da liegen offene Leitungen, da können wir den Strom nicht einfach wieder anstellen“, sagt Birkenfeld. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf etwa 40.000 Euro. Personen wurden durch das Feuer nicht verletzt.

Brandstiftung ist wahrscheinlich

Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an. Aufgrund der Lage der Brände ist eine Brandstiftung nach jetzigen Erkenntnissen wahrscheinlich. „Wenn es keine eindeutigen Hinweise auf einen Defekt oder andere Ursachen gibt, gehen wir immer davon aus, dass jemand nachgeholfen haben könnte“, sagt Jörg Deubner, Dienstgruppenleiter bei der Polizei im Kreis Unna, am Montag auf Nachfrage. Erste Erkenntnisse bekomme man vor Ort meist von den eingesetzten Feuerwehren. Holzwickedes Feuerwehrchef Enrico Birkenfeld sagt mit Blick auf den Laubenbrand und den schnell gelöschten Brandherd neben dem Vereinsheim: „Das ist mir schon ein Zufall zu viel.“

In den vergangenen Wochen brannten in der Region mehrmals Gartenlauben – so etwa Mitte Mai in Unna sowie im April in Kamen und ebenfalls in Holzwickede an der Montanhydraulikstraße. Wer Verdächtiges beobachtet hat, wendet sich mit Hinweisen an die Polizei im Kreis Unna unter Tel. (02303) 9 21 31 20 oder (02303) 92 10 entgegen.

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