Entscheidung steht: Festplatz wird in Teilen entsiegelt und umgestaltet

dzPlatz von Louviers

In den kommenden Monaten wird der Festplatz von Louviers ein neues Erscheinungsbild erhalten: Die einstige Rollschuhbahn wird aufgebrochen und auch die Allee wird umgestaltet.

Holzwickede

, 06.02.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im August soll nicht nur die neue Kindertageseinrichtung für die Gemeindemitte eröffnen. Auch Teile der benachbarten Allee sowie des Festplatzes sollen bis dahin umgestaltet werden. Dafür hat der Planungs- und Bauausschuss am Dienstag mehrheitlich mit den Stimmen von SPD, Grünen und FDP den Weg frei gemacht.

Zuvor hatte Landschaftsarchitekt Johannes Böttger vom zuständigen Planungsbüro die angedachten Maßnahmen vorgestellt, die am Ende nicht mehr als 200.000 Euro kosten sollen. Dadurch wäre das Projekt als Maßnahme des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) zu 60 Prozent förderfähig, die Gemeinde müsste 80.000 Euro zusteuern.

Zwei Flächen im Fokus des Landschaftsarchitekten

Umgestaltet werden dabei im Grunde zwei Flächen: zum einen die unattraktive Asphaltfläche am Eingang zum Festplatz und zum anderen die einstige Rollschuhbahn.

„Wir wollen dabei die Kita bestmöglich in den Park integrieren und ans Wegenetz anbinden“, sagt Böttger. Ein asphaltierter Weg für Spaziergänger und Radfahrer soll das Teilstück künftig besser in die Allee einbeziehen. Auch sollen die vorhandenen Bäume gelichtet, aber nicht entfernt werden. Zudem sind neue Anpflanzungen denkbar. „Esskastanien, Eichen – Bäume, die über Generationen diesen Raum prägen können“, so Böttger.

Auf Festplatzseite wird mit dem bekannten Klinkerpflaster aufgefüllt. Auf Kita-Seite ist eine wassergebundene Decke mit neuen Sitzmöglichkeiten und einer „Abkürzung“ für Fußgänger zur Kita geplant.

Entscheidung steht: Festplatz wird in Teilen entsiegelt und umgestaltet

Das asphaltierte Teilstück vor dem eigentlichen Festplatz von Louviers bekommt eine klare Wegeführung und soll als Teil der Allee erkennbar sein. Wo zum Schützenfest bislang Fahrgeschäfte standen, wird eine Grünfläche angelegt. © urbanegestalt

Wo möglich, wolle man Bestandsmaterial einarbeiten – beispielsweise um Wegkanten zu setzen. Auf der Rollschuhbahn wird das nicht möglich sein: „Hier brechen wir den Asphalt auf. Der landet auf der Deponie“, sagte Böttger. Auf rund 450 Quadratmetern sollen hier Wildblumenwiesen und ein Lerngarten entstehen. Der soll künftig von der benachbarten Kita aber auch anderen Tagesstätten, Schulen oder Pflegeheimen genutzt werden.

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CDU und BBL hätten auf der Rollschuhbahn einst gerne die neue Kita gesehen – ihre Stimmen gegen die Entsiegelung reichten aber nicht aus. Ein aktueller Kostenvoranschlag sieht momentan Gesamtkosten von rund 226.000 Euro vor. Hier macht Architekt Böttger deutlich, dass man definitiv unter den 200.000 Euro landen müsse und nun an Sparmaßnahmen arbeite. Denkbar ist beispielsweise, dass der Baubetriebshof einen Großteil der Arbeiten ausführt.

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