Ferienbetreuung für Kinder in gewohnter Struktur, aber mit offenen Fragen

dzKooperation der Schulen

Keine Not- sondern eine reguläre Ferienbetreuung soll es für Kinder in den Sommerferien geben. Immer neue Erlasse im Schulbereich sorgen aktuell aber dafür, dass die Planung erschwert wird.

Holzwickede

, 06.06.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sechs Wochen Ferien am Stück – was für Schüler im Sommer die Regel, ist für Erwachsene natürlich die Ausnahme. Vor allem für Kinder im Grundschulalter brauchen viele Eltern ein Betreuungsangebot. In Holzwickede wird das über die vier Grundschulen und zwei Träger der Offenen Ganztagesbetreuung organisiert.

Ohne Coronavirus hätten Eltern bereits eine Aufforderung bekommen, ihre Kinder für die Betreuung anzumelden. Wer die innerhalb der ersten drei Ferienwochen benötigt, würde sein Kind dann in diesem Sommer an der Paul-Gerhardt-Schule in die Obhut der Betreuer gegeben.

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Für die PGS, die Dudenroth- und die Nordschule fungieren der Evangelische Kirchenkreis sowie die Kirchengemeinden Holzwickede und Opherdicke unter Koordinator Michael Klimziak als Träger. Örtlich wechseln sich die drei Schulen jedes Jahr ab. An der katholisch geprägten Aloysiusschule wiederum übernimmt der Verein Initiative Ganztag die Trägerschaft. Traditionell übernimmt das OGS-Team der Aloysiusschule die zweite Ferienhälfte.

OGS-Beiträge

Erstattungen im Juni und Juli

  • Wie bei den Kita-Gebühren wird es auch für OGS-Beiträge im Juni und Juli eine Ermäßigung geben.
  • Für Juni und Juli werden demnach die Beiträge nur hälftig erhoben.
  • Um die Abrechnung zu vereinfachen, zahlen in Holzwickede Eltern im Juni keine Beiträge dafür aber im Juli wieder den vollen Betrag.

Im Regelfall ist eine maximale Betreuungszeit von drei Wochen üblich, durch das beschriebene System ist es notfalls aber auch machbar, dass Kinder durchgängig betreut werden. „Das ist selten, es kann aber durchaus vorkommen“, weiß Michael Klimziak.

Erst am Mittwoch im Schulausschuss bekamen die Verantwortlichen durch die Verwaltung die Gewissheit, dass es per Erlass zulässig sei, dass Kinder in den Ferien schulübergreifend in festen Gruppen betreut werden dürfen. Das ist Grundvoraussetzung für das beschriebene Holzwickeder Modell.

Weniger Kapazitäten für die Betreuung erwartet

PG-Schulleiter Magnus Krämer nannte am Mittwoch noch eine Kapazität von 30 bis 40 Kindern, die man im OGS-Gebäude betreuen könne. Da man in der Regel aber mit bis zu 80 Kindern rechne, fürchtet er, dass letztlich ein Auswahl getroffen werden müsse.

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Michael Klimziak irritiert derweil der neueste Erlass des Schulministeriums vom Freitag. Nach der Ankündigung, dass ab 15. Juni wieder alle Grundschüler in den Präsenzunterricht zurückkehren sollen, fürchtet Klimziak, dass dies die OGS-Betreuung personell überfordert, wenn die Kinder auch nachmittags nur in festen Gruppen betreut werden sollen.

„Das Ministerium widerspricht sich außerdem, wenn erst verkündet wird, dass Kinder in den Ferien schulübergreifend betreut werden können, vor den Ferien aber nur in festen Klassenverbänden unterrichtet werden dürfen.“ Dieses Hin und Her mache es keine vier Wochen vor Ferienstart schwer, die Betreuung zu planen.

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