Es steht ein Plus von 41.100 Euro unter dem Strich

dzKommunalhaushalt 2018

Die Serie der ausgeglichenen Haushalte kann die Gemeinde Holzwickede auch im Jahr 2019 fortsetzen. Kämmerer Rudi Grümme und sein Team haben gerechnet. Nun steht ein Plus von 41.1000 Euro unter dem Strich.

Holzwickede

, 13.10.2018, 05:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Haushaltssicherung? Dieses Wort hat seit Jahren für die Gemeinde Holzwickede keine Bedeutung mehr, denn seit dem Jahr 2014 sind die Haushalte der Gemeinde Holzwickede ausgeglichen. Und diese Serie wird auch im kommenden Jahr fortgesetzt. Kämmerer Rudi Grümme und sein Team haben bis kurz vor der Einbringung des Haushaltes 2019 in der Ratssitzung am Donnerstagabend gerechnet. Und sie haben es wieder geschafft, die Fachbereiche anzuhalten, möglichst wenig Geld auszugeben und so ist es gelungen, rund fünf Millionen Euro in bestehende Kredite einfließen zu lassen. Es steht für das kommende Jahr sogar ein Plus in Höhe von 41.100 Euro unter dem Strich. Dass kein Minus dasteht, ist bei gestiegenen Ausgaben zum Beispiel für die differenzierte Kreisumlage unter anderem den guten Gewerbesteuereinnahmen zu verdanken. Und dabei ist der Umbau des Rathauses zu einem Rat- und Bürgerhaus mit 19,5 Millionen Euro nicht gerade ein kleiner Posten in dem Zahlenwerk.

Es ist für den Kämmerer Grümme der letzte Haushalt, den er präsentiert. Und diesem letzten Haushalt hat er sogar eine Überschrift gegeben: „Kinder – Schulen – Zukunft“. Diese drei Worte betonen die Positionen, in die das meiste Geld im Jahr 2019 investiert wird.

Im Jahr 2019 stehen den Erträgen von 48.259.547 Euro Aufwendungen in Höhe von 48.218.447 Euro gegenüber. Bleibt also das Plus von 41.100 Euro. Die Gewerbesteuereinnahmen zeigen einen Höchststand – liegen in 2018 bereits bei 16,5 Millionen Euro. Damit sind die Einnahmen jetzt schon höher als bislang bis für das Jahr 2022 hochgerecht.

„Die Kreisumlage ist immer unser Sorgenkind“, sagt Rudi Grümme. Der Anstieg zum Vorjahr beträgt diesmal 630.000 Euro. Insbesondere die Unterbringung von Kindern, sagt Grümme, haben zu diesem Anstieg geführt.

Investitionen

Die Gemeinde Holzwickede nimmt auch wieder Geld in die Hand, um zu investieren. Besonders Kinder sollen profitieren. Geplant ist es beispielsweise die Neugestaltung von Spielplätzen an der Sachsenstraße, der Hans-Böckler-Straße, der Keltenstraße. Die Aloysiusschule bekommt eine Spielkombination inklusive Schallschutz, die Dudenrotschule ebenfalls. Für den Bereich Kultur, Schule, Sport und Wissenschaft sind insgesamt Investitionen in Höhe von 361.500 Euro eingeplant. Der Baubetriebshof bekommt für 363.850 Euro drei Elektrofahrzeuge, eine Kehrmaschine, einen Minibagger und einen Radlader. „Auch für die Feuerwehr wird etwas getan“, zählt Grümme den Anbau des Feuerwehhauses in Holzwickede für 700.000 Euro plus Einrichtungskosten von 180.000 Euro auf. Investieren wird die Gemeinde auch in den Breitbandausbau. Der Ausbau ist veranschlagt mit 1,62 Millionen Euro. Es gibt eine Förderung, sodass der Eigenanteil bei 180.000 Euro liegen wird.

„Auch in 2019 müssen wir weitere Kredite aufnehmen“, spricht Grümme von einem Kreditbedarf im Haushalt 2019 in Höhe von 8 Millionen Euro.

Das Eigenkapital der Gemeinde steigt aber wieder an und liegt in 2019 bei 39,1 Millionen Euro.

Rathaus-Förderung

Wirtschaftsförderer Stefan Thiel hatte am Freitag gute Nachrichten: „Mit der heutigen Veröffentlichung des Städtebauförderprogramms 2018 steht es fest: Die Förderung für das Rat- und Bürgerhaus ist gesichert. Für den 1. Bauabschnitt kommt die Gemeinde Holzwickede in den Genuss von insgesamt rund 3,7 Millionen Euro an Fördermitteln“. Der Wirtschaftsförderer erklärte, dass die vorbereitenden Planungen sich mittlerweile am Ende der Leistungsphase 3 befinden. Und diese Phase schließt mit der Vorlage der Kostenberechnung ab. „Auf dieser Grundlage werden die Planungen final freigegeben und das Gesamtbudget der Maßnahme festgelegt. Diese Punkte sind wesentliche Bestandteile des sogenannten Baubeschlusses, die in den Sitzungen des Planungs- und Bauausschusses und des Gemeinderates am 30. Oktober vorberaten beziehungsweise beschlossen werden sollen.“

Für Rudi Grümme und sein Team steht aber fest: Das neue Rat- und Bürgerhaus darf inklusive aller Positionen maximal 19,5 Millionen Euro kosten. „Mehr geht nicht“, so Grümme. Christian Grimm fügt an, dass ein Puffer „eingebaut“ sei für unvorhergesehene Ausgaben . Und dieser Puffer – der natürlich möglichst nicht angegriffen werden sollte – beträgt 1,8 Millionen Euro.

Die weiteren Beratungen

Der Haushaltsentwurf ist eingebracht. Jetzt gehen die Fraktionen in Klausur. Der Zeitraum vom 26. Oktober bis 25. November ist dafür vorgesehen. Es beginnen diesmal die Grünen. Als nächstes ist dann die FDP an der Reihe, gefolgt von der CDU, dann der SPD. Der BBL ist diesmal als letzter in Klausur.

Es folgt wie gewohnt ein interfraktionelles Abstimmungsgespräch am 28. November. Die Verabschiedung des Haushalts 2019 durch den Rat erfolgt in der letzten Ratssitzung des Jahres 2018 am 13. Dezember.

Die Bitte Sparsamkeit hat der Kämmerer der Politik nicht ausdrücklich mit auf den Weg gegeben. Große Sprünge und Geld für teuere Wünsche ist aber nicht vorhanden. Bürger können den Entwurf der Haushaltssatzung einsehen. Er wird mit seinen mit seinen Anlagen öffentlich bekannt gemacht.

Das Zahlenwerk soll ab der kommenden Woche auch digital über die Homepage der Gemeinde Holzwickede zur Verfügung stehen. www.holzwickede.de

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