Entsiegelung der Rollschuhbahn: Grünen-Fraktionschef kontert Ansichten des Bürgerblocks

dzFestplatz von Louviers

Der Bürgerblock plädiert dafür, eine mögliche Entsiegelung der Rollschuhbahn nicht vorschnell anzugehen. Das sorgt für eine Reaktion von Ratsherr und Grünen-Fraktionschef Friedhelm Klemp.

Holzwickede

, 13.11.2019, 13:12 Uhr / Lesedauer: 1 min

Statt zum Ausgleich für den Kita-Bau am Emscherpark auf „grüner Wiese“ die benachbarte Rollschuhbahn zu entsiegeln – wie von Grünen und auch SPD gefordert – möchte der BBL am Fahrplan für Projekte aus dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) festhalten. Statt kurzfristig die Rollschuhbahn zu entsiegeln, soll nach ISEK-Plan mittelfristig der gesamte Festplatz überplant werden.

So hatten es der BBL in seinen Klausurergebnissen zur Haushaltsplanung notiert und Fraktionschef Michael Laux auf Nachfrage dieser Redaktion bekräftigt. „Als das Gesamtkonzept zur Gestaltung des westlichen Festplatzes vorgestellt wurde, war er Herr Laux nicht anwesend. Aber alleine durch die Berichterstattung in ihrer Zeitung hätte er sich darüber informieren können“, sagt nun Grünen-Fraktionschef Friedhelm Klemp.

Pädagogischer Ansatz der Entsiegelung zählt

Für die Grünen gehe es nicht nur um die Entsiegelung der Rollschuhbahn in eine Wiese, sondern um die Umwandlung in eine ökologische Nutzfläche. Die solle wiederum von der Kita oder auch in Kooperation mit Grundschulen genutzt werden.

„Für uns ist das ein sehr wichtiger pädagogischer Effekt. Im weiteren geht es uns darum, die hässliche Fläche vor der Kita aufzulockern und die Allee mit Bäumen und Wegführung bis zum Edeka zu gestalten“, so Klemp, der hinzufügt: „Es wäre fatal, die Kita zu eröffnen und diese Maßnahmen erst viel später durchzuführen.“ Um Kosten zu sparen, schlägt Klemp vor, dass die Gemeinde die Entsiegelung und Gestaltung in Eigenregie übernimmt.

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Ratsherr Klemp empfindet die Aussagen des BBL offen als unfair: „Bürgermeisterin und Bürgerblock behaupten ja auch noch immer, dass das voluminöse Gebäude mit mindestens 900 Quadratmeter Freifläche in die Ecke des Festplatzes gepasst hätte. Jetzt haben wir 1200 Quadratmeter.“ Spätestens beim Richtfest zu Wochenbeginn habe man seiner Meinung nach aber erkennen können, dass nicht der Fall gewesen wäre. „Auch in den Plänen, die online abgerufen werden können, ist das deutlich zu sehen“, so Klemp.

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