Bei einem Ortstermin berichten die Vertreter vom Kreis Unna, Jürgen Busch (rechts) und Holger Middelmann, über den Stand der Dinge auf der Langzeitbaustelle Landskroner Straße. © Udo Hennes
Baustellen in Holzwickede

Endspurt auf der Dauerbaustelle: Landskroner Straße wird jetzt asphaltiert

Im Sommer würde die Baustelle an der Landskroner Straße ins dritte Jahr gehen. Das soll aber nicht passieren. Laut Kreis Unna soll es dort jetzt schnell voran gehen.

Zweiter „Baustellengeburtstag“ nicht erwünscht: Die Landskroner Straße wird seit Sommer 2019 saniert. Der eigentliche Ausbau geriet mehrfach ins Stocken, hat unter der unmittelbaren Anwohnerschaft durchaus für Ärger gesorgt, soll aber in den nächsten zwei Monaten, so die Hoffnung des Kreises Unna, endlich fertig werden.

Bei einem Ortstermin berichten Sachgebietsleiter Jürgen Busch und Mitarbeiter Holger Middelmann aus dem Bereich Straßenausbau beim Kreis Unna vom aktuellen Stand der Baustelle. So wie es jetzt aussieht, gibt es nun Licht am Ende des Tunnels.

In den vergangenen Monaten sei der Kreis Unna weitestgehend „nur Zuschauer“ gewesen, wie Busch erläutert. Bis jetzt ist man an der Landskroner Straße noch mit den Nachwirkungen des Wasserschadens beschäftigt. Darum kümmern sich bekanntermaßen die Dortmunder Stadtwerke (DSW 21).

„Für den Tiefbau wäre es dann schwieriger geworden“

Zuletzt, so berichteten die beiden Vertreter des Kreises Unna, haben die DSW-Mitarbeiter am oberen Teil der Baustelle die Wasserleitungen verlegt. Ob auch der Anschluss inzwischen fertig ist, war ihnen bislang nicht bekannt.

Der Ausbau der Landskroner Straße wurde durch Wasserrohrbrüche ausgebremst. DEW21 ist noch bis Februar damit beschäftigt, die alten Leitungen zu ersetzen. © Carlo Czichowski © Carlo Czichowski

Zur Erinnerung: Im vergangenen Jahr kam es auf der Baustelle zu monatelangen Verzögerungen, die durch Rohrbrüche verursacht wurden. Der eigentliche Ausbau war für diese Zeit lahm gelegt. „Ansonsten wären wir uns gegenseitig in die Quere gekommen. Für den Tiefbau wäre es dann schwieriger geworden“, so Busch.

Endspurt auf der Landskroner Straße: Bald starten die Asphaltarbeiten

Kurzum: Die Schäden an den Wasserleitungen sind inzwischen fast vollständig behoben. DSW 21 kann seine Mitarbeiter also bald abziehen. Für die Anwohner, die mitunter verschnupft auf die Verzögerungen reagiert haben, haben Busch und Middelmann daher eine gute Nachricht: Auf einer Straßenseite wird der Straßenrand momentan befestigt. Kurzfristig soll die Straße vollständig asphaltiert werden. Die Arbeiten sollen bis Ende Mai abgeschlossen sein, so die vorsichtige Prognose.

Einen Bordstein wird es an der umgebauten Landskroner Straße nicht geben. Der Straßenrand bekommt lediglich sogenannte befestigte Bankette. © Udo Hennes © Udo Hennes

Die Straße wird dann ungefähr 5,5 Meter breit sein. Üblicherweise versuche der Kreis Unna alle Straßen auf 6,5 Meter auszubauen, „mit Blick auf die Verkehrsbelastung vor Ort sind 5,5 Meter okay“, findet Busch, „es wird auf jeden Fall keine Raserstrecke“.

Nach der Asphaltierung wird in einem Teilabschnitt ein Radweg gebaut

Nach der Fertigstellung soll dann im oberen Teil auch ein Radweg mit einer Anbindung zum Emscherweg gebaut werden. Laut Busch soll auch dieses Vorhaben nicht lange dauern, wird aber wohl erst im kommenden Jahr folgen. Den Radfahrern der beliebten Route entlang der Emscher soll dadurch der verkehrlich stärker frequentierte Weg durch die Gemeindemitte erspart werden.

Und auch die Anwohner dürften Ende Mai, sofern der Zeitplan tatsächlich eingehalten werden kann, zufrieden sein und haben dann nach mehr als 19 Monaten eine sanierte Straße vor der Haustür. Ein Knackpunkt könnte dann aber noch die Kostenfrage sein. Feststeht, dass es deutlich teurer wird.

2,2 Millionen Euro plus eine sechsstellige Summe

Ursprünglich waren 1,1 Millionen Euro für den reinen Ausbau vorgesehen. Die Summe wuchs zwischenzeitlich auf 2,2 Millionen Euro und Busch war (Stand Februar) davon ausgegangen, dass „noch eine sechsstellige Summe“ hinzu kommen wird. Wer die zusätzlichen Kosten übernimmt, ist bislang unklar. Nähere Informationen zur finanziellen Frage hat er auf Nachfrage nicht bekanntgegeben.

Über den Autor
Redaktion Unna
1993 in Hagen geboren. Erste journalistische Schritte im Märkischen Sauerland, dann beim Westfälischen Anzeiger in Werne. Spielt in seiner Freizeit gerne Handball und hört Musik.
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Carlo Czichowski

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