Nach Sturz eines Kindes: Emschergenossenschaft hat Teich entschlammt

dzEmscherpark

Nachdem in der Vorwoche ein Kind in den Teich im Emscherpark gefallen war, äußert sich nun auch die Emschergenossenschaft. Deren Mitarbeiter wurden mittlerweile auch vor Ort tätig.

Holzwickede

, 12.02.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Emscherpark ist der beliebteste Naherholungsort in der Gemeindemitte. Der große Mehrgenerationenspielplatz ist nicht nur bei Holzwickedern beliebt – selbst aus Unna oder Schwerte kommen Eltern mit ihren Kindern hierhin zum Spielen.

Am Mittwoch der Vorwoche verbreitete sich die Nachricht in den sozialen Medien, dass ein Kind nahe des Spielplatzes in den Emscherteich gefallen war. Verdreckt, aber unversehrt konnte das zwar aus dem Teich geholt werden, im Internet entbrannte aber eine Diskussion, ob der Teich eingezäunt gehört oder nicht.

Auch im Rat der Gemeinde am vorigen Donnerstag war der Vorfall ein Thema. Während die CDU sofortigen Handlungsbedarf sah, wollte Bernd Kasischke als Erster Beigeordneter nicht in blinden Aktionismus verfallen und die SPD wies darauf hin, dass die Emschergenossenschaft den Teich sowieso entschlamme.

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Das sei in der Vorwoche auch geschehen, wie Sprecher Ilias Abawi auf Nachfrage bestätigt. „Ein Kollege ist zudem zu Wochenbeginn nochmals vor Ort gewesen und hat den Teich kontrolliert“, sagt Abawi. Der habe davon gesprochen, dass der Teich durch die allgemeine Trockenphase nicht im schönsten, aber noch in annehmbaren Zustand sei.

Nach Sturmtief „Sabine“ und den Niederschlägen der vergangenen Tage war am Dienstag zumindest zu sehen, dass das Entschlammen so weit funktioniert hat, als dass die Emscher hier wie gewünscht fließt und der Wasserstand des Teiches bereits wieder stieg.

Warnhinweise sind gut sichtbar

Auch ist der Warnhinweis, der quasi mitten im Gewässer steht, weithin sichtbar – neben einem Schild der Genossenschaft, das Füttern von Wasservögeln zu unterlassen.

Im Internet bekommen Forderungen, das Gewässer einzuzäunen, indes überwiegend Gegenwind: Tenor vieler Kommentatoren ist, dass der Teich nie eingezäunt war, er nicht zum Spielplatz gehört und Eltern in Zeiten von Smartphones weniger auf ihre Displays, sondern mehr auf ihre Kinder schauen sollten – schließlich liege bei ihnen auch die Aufsichtspflicht.

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