Gemeinde hat ein letztes Eisen für Einkaufsmöglichkeit in Hengsen oder Opherdicke im Feuer

dzNahversorgung

Neue Kita-Standorte, ein weiterer Neubau für die Ganztagsbetreuung von Grundschülern – in der Gemeinde einige Umzüge bevor. Nicht überall ist klar, wie die Bestandsgebäude anschließend genutzt werden sollen.

Holzwickede

, 25.01.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Frage, wie man Hengsen und Opherdicke eine nahegelegene Einkaufsmöglichkeit verschaffen kann, ist nicht ganz einfach zu beantworten. Die Politik berät Anfang Februar über zwei Vorschläge. Die Verwaltung hält im Grunde nur eine dieser Optionen für umsetzbar.

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Ab kommenden Sommer löst der Umzug der Awo-Kita, die ihr Quartier im Neubau nahe am Emscherpark beziehen soll, eine Kettenreaktion von weiteren Umzügen aus. Bei der Nachnutzung der Gebäude lotet die Gemeinde aus, inwieweit man in Opherdicke einen Lebensmittelladen etablieren könnte.

Unten Bäckerei, oben Altenheim

Die SPD reicht für den kommenden Planungs- und Bauausschuss am 4. Februar (17.30 Uhr in der Mensa des Schulzentrums) einen Antrag ein, in dem sie das fordert, was die Opherdicker Ortsvorsteherin Petra Kittl (SPD) im Gespräch mit unserer Redaktion bereits vorgeschlagen hat. Sie sprach sich für ein Konzept aus, in dem am alten Standort der Awo-Kita sowohl Einkaufsmöglichkeit als auch Seniorenwohnungen Platz finden würden.

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Die FDP wiederum bringt eine weitere mögliche Lösung ins Spiel. Bei den Liberalen steht aber die Schwerter Straße in Hengsen als Standort für einen Nahversorger im Vordergrund. „Die Fraktion der Freien Demokraten sieht hier viel eher eine mögliche Nutzung für eine Nahversorgung als am ehemaligen Standort des Awo Kindergartens im Ortsteil Opherdicke“, sagt der FDP-Vorsitzende Lars Berger.

FDP bevorzugt große Lösung in Hengsen

Die Gemeinde sollte dabei in Betracht ziehen, Gerätehaus und Kita-Gebäude quasi für eine große Lösung der Nahversorgung zu verbinden. Dadurch, so erhoffen sich die Freien Demokraten, habe man sogar Platz etwa für einen größeren Supermarkt und müsse sich bei den Überlegungen nicht auf eine Bäckerei oder ein Café, das nach SPD-Forderung auch ein paar wenige Bedarfsartikel anbieten sollte, beschränken.

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Gemeinde hat ein letztes Eisen für Einkaufsmöglichkeit in Hengsen oder Opherdicke im Feuer

Der Kita-Neubau in der Gemeindemitte hat längst Form angenommen. Die Fassade wurde bereits verklinkert. © Udo Hennes

Die Liberalen sehen durch die verkehrliche Erschließung und das höhere Verkehrsaufkommen an der Schwerter Straße, insbesondere auch wegen der Tankstelle vor Ort, hier mehr Potenzial für einen Laden. Die FDP-Fraktion sieht darüber hinaus auch die Möglichkeit, das DRK alternativ nach Opherdicke in den jetzigen Standort der Awo-Kita zu verlagern.

Das habe laut FDP-Fraktion noch einen weiteren entscheidenden Vorteil: Der Neubau des Awo-Kindergartens in der Gemeindemitte wird gemäß Zeitplan früher fertig als der Kita-Neubau an der Unnaer Straße. „Das hieße wiederum, dass ein Auszug des DRK vom Standort Dudenrothschule auch früher möglich wäre und hier der notwendige OGS-Bau auch eher beginnen könnte“, betont Berger.

Erster Beigeordneter über FDP-Vorschläge irritiert

Holzwickedes Erster Beigeordneter Bernd Kasischke zeigte sich von den Plänen der FDP irritiert: „Dass das DRK in das Gerätehaus zieht, ist unabänderlich“, sagt er. Hinzu kommt die Tatsache, dass das Kita-Gebäude in Hengsen dem Evangelischen Kirchenkreis Unna gehört. Die Verwaltung konzentriere sich stattdessen auf ein ähnliches Modell wie den Carekauf-Markt in Unna-Hemmerde Der wird von der Caritas betrieben und bietet Menschen mit und ohne Behinderung eine Arbeit.

Derzeit befinde sich die Verwaltung in Gesprächen mit der Caritas: „Das wäre ein super Wurf“, findet Kasischke. Wie er klar macht, ist es allerdings das letzte Eisen, das die Gemeinde in dieser Sache im Feuer hat: Sollte daraus nichts werden, „dann sind wir mit dem Thema Nahversorgung durch“.

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