Eine neue Beetpatin für die Hauptstraße

Holzwickederin will Grünflächen pflegen

Susanne Werbinsky greift regelmäßig zu Harke und Schere und pflegt das Beet vor der HSC-Geschäftsstelle. Nun soll ihr Einsatz offiziellen Charakter bekommen: Sie will Beetpatin werden. Ob das gelingt?

von Jennifer Freyth

Holzwickede

, 27.08.2018 / Lesedauer: 3 min
Eine neue Beetpatin für die Hauptstraße

Die Rosen haben blumige Nachbarn bekommen: Susanne Werbinsky hat Lavendel ins Beet an der Hauptstraße gepflanzt. © Freyth

Alles andere als ein Erfolg sind die Pflanzbeetpatenschaften in Holzwickede. Susanne Werbinsky möchte das ändern und möglichst viele Holzwickeder animieren, es ihr gleichzutun und vor ihrer Haustür Harke und Schere in die Hand zu nehmen.

Wie berichtet gibt es in Holzwickede Patenschaften für Pflanzbeete. Wer Pate wird, zahlt für die Bepflanzung durch den Bauhof einmalig 50 Euro und erhält im Gegenzug Werbung in Form eines kleinen Schildchens in jenem Beet, das er pflegt. Weil die Paten in der Vergangenheit offenbar mit den Anpflanzungen durch den Bauhof in den von Bäumen stark verwurzelten Beeten nicht zufrieden waren, blieb die Pflege aus – und damit auch der Erfolg der Aktion.

Seit Monaten schon pflegt Susanne Werbinsky das Beet vor der HSC-Geschäftsstelle an der Hauptstraße. Sie hat die harte Erde dort gelockert, frische Blumenerde und Rindenmulch gestreut, die Rosen geschnitten, Lavendel gepflanzt und Laub geharkt. Nun möchte sie quasi in die Fußstapfen von Schuhmacher und Nachbar Frank Meiritz treten und dessen Patenschaft übernehmen. Der hatte sich wie berichtet enttäuscht von der gescheiterten Aktion zurückgezogen.

Werbinsky hatte sich deshalb schon einmal an den Bauhof gewandt, wartet aber noch auf eine Rückmeldung. „Ich möchte gern wissen, wie das abläuft, wenn ich Patin bin“, sagt Werbinsky. Pflanzen müsse der Bauhof für sie nicht setzen. „Ich glaube, da gehen die Meinungen zwischen Bauhof und Hobbygärtner weit auseinander“, sagt die Holzwickederin, die gleichwohl Verständnis hat, dass der Bauhof den Aufwand im Rahmen und die Bepflanzung entsprechend einfach halten möchte. „Für mich ist es aber kein Problem zu gießen und zu schneiden“, sagt die Leiterin des HSC-Gesundheitssportes, die sich stattdessen Ratschläge von den Fachleuten erhofft.

Mit ihrem Einsatz will Werbinsky mit gutem Beispiel vorangehen. „Ich würde mir wünschen, dass viele Holzwickeder ebenfalls Paten und selbstständig tätig werden“, sagt Werbinsky. „Damit es einfach nicht so vernachlässigt aussieht.“

Doch dafür, sagt sie, sei auch die Gemeinde gefordert. Nicht etwa, indem sie Namensschilder an den Beeten anbringt. „So etwas brauche ich gar nicht.“ Stattdessen, so Werbinskys Wunsch, solle die Gemeinde das Thema mehr publik machen. „Aber ich habe den Eindruck, dass das gar nicht gewollt ist.“

Tatsächlich herrscht beim Bauhof Unsicherheit, ob die Pflanzbeetpatenschaften überhaupt noch existieren und neue angenommen werden. Wirtschaftsförderer Stefan Thiel hatte in der vergangenen Woche angekündigt, in der Angelegenheit das Gespräch mit dem Aktivkreis Holzwickede zu suchen.

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