Ein TV-Gerät kam als Retoure zurück und verschwand

von Sylvia Mönnig

Holzwickede

, 13.06.2019 / Lesedauer: 2 min

Aus dem Lager eines Paketdienstes in Holzwickede entwendete ein Mitarbeiter offenbar einen Fernseher. Vor dem Unnaer Amtsgericht beteuerte er nun seine Unschuld. Zeugen und Filmaufnahmen überführten ihn allerdings.

Das Gerät, das ein Fahrer im März 2018 als Retoure zurück in das Lager brachte und auf einer Sammelfläche deponierte, war plötzlich verschwunden, als er am Folgetag einen neuen Auslieferungsversuch starten wollte. Die Suche begann, die Lösung brachte letztlich die Videoüberwachung. Dort war zu sehen, wie der spätere Angeklagte, ein 47-Jähriger aus Dortmund, das Paket an sich nahm und zu seiner Fracht stellte. Auch scannte er den Fernseher nicht ein. Daraufhin wurde er in das Büro zitiert und gefragt, wo das Paket sei. Er erklärte zunächst, das Gerät nicht zu haben, wurde mit den Filmaufnahmen konfrontiert und räumte dann ein, es am „Borsigplatz“ an Jemanden übergeben zu haben. Und genau das wiederholte er kurz darauf auch der Polizei gegenüber. Eine fristlose Kündigung war die Folge. Darüber hinaus wurde ihm ein Strafbefehl zugestellt: 500 Euro Geldstrafe. Er legte Einspruch ein.

Diesen Einspruch hielt er auch im Prozess aufrecht, obgleich ihn der Richter warnte, dass die Strafe bei einem höheren Einkommen im Falle der Verurteilung höher ausfallen könne. Der Hintergrund: Nun wollte er die Tat doch nicht begangen haben. „Ich bin dahin gekommen, um Geld zu verdienen und nicht, um zu klauen.“ Damals habe er den Diebstahl eingeräumt, um aus dem Büro zu kommen, da er zu seiner kranken Mutter nach Italien habe fahren wollen. Und den Borsigplatz habe er auch nicht erwähnt. Die Videoüberwachung und die Aussagen der Zeugen ließen allerdings keine Zweifel an seiner Schuld zu. Für ihn endete das Ganze mit nunmehr 2400 Euro Geldstrafe durchaus bitter.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Kultfilm

Premiere vor 20 Jahren: Beim Dreh für Bang Boom Bang gab es Erbsensuppe vom DRK Holzwickede

Meistgelesen