Sanierung des Hallenbades – ein letzter Arbeitsschritt muss noch folgen

dzKleinschwimmhalle

Die umfassende Sanierung der Kleinschwimmhalle hat letztlich drei Jahre in Anspruch genommen. Die eine oder andere Überraschung hat zwar den Zeitplan durcheinander gebracht, der Kostenrahmen indes konnte gehalten werden.

Holzwickede

, 20.01.2020, 15:54 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit den Sommerferien im Juli wurden im planmäßig letzten Arbeitsschritt die Badewassertechnik sowie der Beckenkopf saniert. Knapp vier Monate und bis zum Ende der Herbstferien sollte das eigentlich dauern. Daraus wurde nichts. Letztlich nahm das Hallenbad erst zu Beginn dieser Woche wieder den Betrieb auf.

„Beim Beckenkopf haben sich Maßnahmen ergeben, die so nicht geplant waren. Sanieren im Bestand – das läuft selten ohne Überraschungen“, sagt Stefan Petersmann, Leiter der Holzwickeder Wasserversorgung, über die umfassenden Sanierungen – die ersten in dem Maße seit 1998.

Auslastung der Kleinschwimmhalle ist hoch

Die Sanierung in den vergangenen drei Jahren sei auch deshalb nötig gewesen, um den gestiegenen Anforderungen an die Halle gerecht zu werden. Fünf Grundschulen, zwei weiterführende Schulen, mehrere Vereine, zudem ist die Halle auch für den Otto-Normal-Bürger geöffnet und auch Kindergeburtstage können hier gefeiert werden.

„Die Auslastung ist hoch. Es bringt uns nichts, wenn wir den Filter und eine Pumpe tauschen“, drückt es Petersmann vereinfacht aus. Nachdem im ersten Bauabschnitt zunächst Räumlichkeiten abseits des Schwimmbecken saniert wurden, folgte im Herbst 2018 der Austausch defekter Lamellen im Hubboden des Beckens. Weil die Schäden so gravierend waren, wurde dieser Schritt vorgezogen. Technik und Beckenkopf wurden hinten angestellt.

Im Gegensatz zum Freibad, wo Beckenrand und Wasserfläche auf einem Niveau liegen, liegt die Rinne im Hallenbad über der Wasserfläche. „Diese Griffkante ist wichtig in einem Lehrbecken“, sagt Petersmann. Letztlich mussten im und um das Becken mehr Fliesen getauscht werden als angenommen. Auch wurden zusätzliche Abläufe eingebaut.

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Den Vorteil hat Petersmann schnell erläutert: „Bislang brauchte der Wasseraustausch 40 Minuten. Jetzt stehen wir bei viereinhalb Minuten.“ Alleine durch diese Maßnahme verbessert sich schon die Wasserqualität.

Für den Austausch der Fliesen hätte der Hubboden eigentlich kostenintensiv ausgebaut werden müssen. Darauf hat man verzichtet, den Boden stattdessen so weit wie möglich abgesenkt und die Fliesen bis 1,80 Meter Tiefe getauscht.

Das erfordert in den Sommerferien noch einen allerletzten Arbeitsschritt: Dann wird das Wasser abgelassen und der Boden angehoben, um auch die Fliesen am Grund zu erneuern.

Trotz einiger Überraschungen liege man laut Stefan Petersmann nur geringfügig über den angepeilten Gesamtkosten von rund 850.000 Euro. Den größten Posten davon nehmen die Technik sowie der Beckenkopf mit gut 550.000 Euro ein.

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