Die Aktion Adventsfenster lockt normalerweise Menschen aus Holzwickede in mehr oder weniger fremde Häuser. Dieses Jahr müssen die Veranstalter wegen Corona umdenken. © Marcel Drawe
Adventszeit

Ehepaar Pfauter will dieses Jahr die Adventsfenster organisieren

Im Vorjahr öffneten die Adventsfenster täglich an der Kirche am Markt. Dieses Jahr sollen die Holzwickeder im Advent wieder zu sich laden. Das haben sich Monika und Klaus Pfauter vorgenommen.

Natürlich war es im Vorjahr Corona geschuldet, dass zumindest bis Mitte Dezember täglich ein Adventsfenster an der Kirche am Markt öffnete. Ohne Glühwein, dafür mit kurzen Andachten, bot sich täglich ab 19 Uhr zumindest die Chance auf Besinnlichkeit. Und wurde per Spendendose für den guten Zweck gesammelt.

Vor Corona hatte zuletzt vor allem Brigitte Fechner organisatorisch den Hut auf, die davon aber nun Abstand genommen hat. Das wiederum haben die Pfauters mitbekommen. „Wir wollen das gerne fortführen, so etwas kann man doch nicht einfach so auslaufen lassen“, sagt Klaus Pfauter.

Privatleute öffnen ihre Höfe und Gärten im Advent

Da er und seine Frau im Seniorenbeirat aktiv sind und an der Seniorenbegegnungsstätte seit jeher ein Adventsfenster öffnete, wissen beide, dass es für ein Gelingen zum einen das Zutun von Vereinen und Institutionen aber auch von Privatleuten braucht, die ihre Gärten und Innenhöfe für Freunde, Nachbarn aber auch bis dato unbekannte Menschen aus dem Ort öffnen.

In der Vergangenheit gehörte besonders das gesellige Beisammensein „von privat“ bei Glühwein, Plätzchen und weihnachtlichen Gesangseinlagen für viele Holzwickeder zur Adventszeit dazu. Aber noch ist Corona präsent und ist momentan nicht absehbar, wie sich die Corona-Lage bis dahin gestaltet und wie und ob entsprechende Regeln für Veranstaltungen gelten.

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Da an der frischen Luft, glaubt Klaus Pfauter nicht, dass es diesbezüglich zu großen Einschränkungen kommen wird und ist auch mit Blick auf die Organisation optimistisch: „Wir glauben nicht, dass das all zu kompliziert ist.“ Man wolle nun zunächst Vereine wie den HSC aber auch gewerbliche Stellen wie Supermärkte und natürlich auch die Gemeindeverwaltung für entsprechende Rahmenbedingungen anfragen.

Auch wenn Anfang November der Seniorenbeirat tagt, möchten die Pfauters das Thema ansprechen. Und letztlich müssen sich auch willige Holzwickeder finden, die ein Adventsfenster öffnen möchten. Normalerweise würde die Anmeldephase um diese Zeit im Jahr bereits laufen.

Die Organisation zu wuppen, das traut sich Klaus Pfauter trotz seiner 83 Jahre zu: „Das hält mich frisch und ist besser, als vor dem Fernseher zu sitzen und zu warten, ob die Borussia gewinnt oder nicht.“

Über den Autor
Redaktion Holzwickede
Jahrgang 1985, aufgewachsen auf dem Land in Thüringen. Fürs Studium 2007 nach Dortmund gekommen. Schreibt über alles, was in Holzwickede passiert. 17.000 Einwohner mit Dorfcharakter – wie in der alten Heimat. Nicht ganz: Dort würden 17.000 Einwohner locker zur Kreisstadt reichen. Willkommen im Ruhrgebiet.
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Christian Greis

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