Kein Edelstahl: Aktionsbecken in der Schönen Flöte soll nicht vollständig umgebaut werden

dzBBL-Antrag abgelehnt

Ein Becken aus Edelstahl in der Schönen Flöte ist erst mal vom Tisch. Die einmaligen Kosten dafür seien zu hoch, argumentierte die Verwaltung. Das sah auch die Politik ein.

Holzwickede

, 08.10.2019, 16:24 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Schöne Flöte hat eine turbulente Saison hinter sich. Kontrovers diskutierte jüngst die Lokalpolitik über die Arbeiten am Freibad. In einem Antrag an den Betriebsausschuss schlug der Unabhängige Bürgerblock (BBL) vor, das Aktionsbecken in ein Edelstahlbecken umzubauen. Der Ausschuss sprach sich am Montagabend im Betriebsausschuss aber mehrheitlich gegen dieses Vorhaben aus.

BBL beklagt „Imageschaden“ der Schönen Flöte

Barbara Schriek (BBL) begründete den Antrag damit, dass die diesjährige Öffnung des Bades ohne das bei Familien mit Kindern beliebte Aktionsbecken zu einem nicht unerheblichen „Imageschaden“ geführt habe. Sie sprach von einem „Sanierungsstau“ und forderte eine größere Investition.

Bei den restlichen Fraktionen und auch bei der Gemeindeverwaltung stieß ihre Forderung auf Widerstand. Sie sahen vor allem aus betriebswirtschaftlichen Gründen davon ab. Auch wenn die Verwaltung die Idee grundsätzlich unterstützte, seien Kosten im sechsstelligen Bereich nicht vermittelbar. Der Ausschuss votierte daher gegen den Vorstoß des Bürgerblocks.

Petersmann: „Bilanzverluste stehen in keinem Verhältnis“

„Eine Ausführung in Edelstahl hat durchaus großes Einsparungspotenzial bei den Folgekosten, aber dem stehen nun mal extrem hohe und vor allem einmalige Bilanzverluste entgegen, die in keinem verantwortbaren Verhältnis stehen“, erklärte Stefan Petersmann, Chef der Holzwickeder Wasserversorgung.

Auf der Tagesordnung des Ausschusses stand aber nicht nur die Diskussion über das Edelstahlbecken, sondern auch das Thema Barrierefreiheit.

Gegenstand der Diskussion sind etwa neue Behindertenparkplätze, der Umbau von Geländern und Orientierungshilfen für Sehbehinderte. In den kommenden Wochen und Monaten soll geprüft werden, welche Maßnahmen davon umgesetzt werden können. Hierzu sollen ein Zeitplan erstellt und die entstehenden Kosten kalkuliert werden.

Behinderte sollen nur in Begleitung das Bad besuchen

Dass die Schöne Flöte vollständig barrierefrei werden müsste, ist laut Petersmann allerdings weder möglich noch nötig. Sie unterliege nämlich dem Bestandsschutz. Hinzu kommt, dass die Haus- und Badeordnung ohnehin vorsieht, dass Behinderte nur mit einer Begleitung das Bad besuchen können. Orientierungshilfen für Sehbehinderte seien daher zum Beispiel nicht zwingend notwendig. Der Bäderbetrieb wird daher jede einzelne Maßnahme auf ihre Notwendigkeit prüfen und darüber entscheiden, ob und wann sie umgesetzt wird.

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