Werben um die letzten Plätze: Der Eco Port ist so gut wie ausgebucht

dzGewerbeansiedlungen

Jetzt noch schnell das Handtuch auf die letzten freien Plätze werfen: Die Gemeinde rechnet damit, dass alle Flächen im Gewerbepark Eco Port in 2020 vergeben sind.

Holzwickede

, 20.09.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der öffentliche Teil im Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Demografie am Dienstag, 24. September, sieht einen Tagesordnungspunkt vor: einen aktuellen Sachstansbericht zur Testphase des Eco-Port-Shuttles. So richtig interessant dürfte es erst im nicht-öffentlichen Teil werden, wenn gut ein halbes Dutzend Unternehmen für eine Neuansiedlung in der Gemeinde werben, um den Zuschlag für die letzten freien Flächen zu bekommen.

„Im Laufe des kommenden Jahres werden wir die letzte Freifläche vermarkten“, ist sich Wirtschaftsförderer Stefan Thiel sicher. Wer aktuell die Gottlieb-Daimler-Straße entlang fährt, sieht zwar augenscheinlich noch Freiraum – ein massives Gebäude ist aber in den nächsten Jahren alleine durch die Ansiedlung des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Westfalen (CVUA) zu erwarten.

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Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch, dass neue und vorhandene Areale in den Blickpunkt rücken. Das Interesse der Gemeinde, ein bislang landwirtschaftlich genutztes Gebiet im Bereich Vincenz-Wiederholt-Straße und Rausinger Straße entsprechend zu entwickeln, ist verbrieft.

Verschobener Regionalplan ändert nichts an Planungen der Gemeinde

Daran ändert auch der vorerst gescheiterte Regionalplan Ruhr nichts, der noch vor den Kommunalwahlen 2020 hätte verabschiedet werden sollen. Er wäre für Kreise und Kommunen auf oberster Planungsebene eigentliche wichtige Grundlage. Der Regionalverband Ruhr (RVR) als Ersteller kann seinen Zeitplan aber nicht einhalten.

„Dennoch dürfen wir den Bereich zumindest entsprechend ausweisen – auch wenn sich der Regionalplan verzögert“, sagt Stefan Thiel. Einigen muss sich die Gemeinde, die ihre Gewerbeflächen in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft im Kreis Unna erarbeitet, aber auch mit dem Grundstücksbesitzer.

Zudem hat man auch verlassene Areale entlang der Schäferkampstraße auf dem Radar. Künstler Bahntechnik hat die Gemeinde zu Jahresbeginn gen Hamm verlassen. Gegenüber verabschiedete sich kürzlich Schrotthändler Herbert Hittmeyer in den Ruhestand. Auch hier sei eine Neuvermarktung natürlich im Interesse der Gemeinde und suche man zusammen mit der WFG den Kontakt zu den Eigentümern, um mögliche Interessenten zu vermitteln, so Thiel. Inwieweit diese Flächen aber durch die gewerbliche Nutzung über die Jahrzehnte belastet sein könnten – darüber liegen auch bei der Gemeinde aktuell kaum Informationen vor.

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