Referenten des IHK-Wirtschaftsgesprächs im Porsche-Zentrum waren (von links) IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Schreiber, Christoph Kösters (Geschäftsführer der Hülpert Lifestyle Holding), Bürgermeisterin Ulrike Drossel, Frank Haase (BEW Versicherungsmakler), Wirtschaftsförderer Stefan Thiel und IHK-Regionalbetreuer Gero Brandenburg. © Angelina Zander
IHK-Wirtschaftsgespräch

E-Mobilität für Porsche und die Gemeinde Holzwickede wichtiges Thema

Mobilität war eines der großen Themen, über die im Porsche-Zentrum Holzwickede gesprochen worden ist. Die Industrie- und Handelskammer zu Dortmund hatte zum Wirtschaftsgespräch geladen.

Vom Abgasskandal bis zum Halbleitermangel: In der Automobilindustrie löst ein Problem das nächste ab. Und auch die Corona-Pandemie hat der Industrie nicht in die Karten gespielt. Doch in Norden Holzwickedes ist in dieser kritischen Zeit ein neues Porsche-Zentrum entstanden.

718 Gebrauchtwagen sind ausgeliefert worden, 535 Neuwagen verkauft worden: Das berichtete Christoph Kösters beim IHK-Wirtschaftsgespräch am Mittwoch (6. Oktober) im Porsche Zentrum. Er ist Geschäftsführer der Hülpert Lifestyle Holding. 100 Modelle des Taycans sind laut Kösters zudem am Standort verkauft worden. Angesichts einer noch ausbaufähigen Lade-Infrastruktur in Deutschland ein gutes Ergebnis, ordnete er die Verkaufszahlen ein.

Ladesäulen am Porsche-Zentrum nicht für Jedermann nutzbar

Das Porsche-Zentrum ist in dieser Hinsicht selbst tätig geworden: Vor der Tür stehen neun Ladesäulen, vier davon Supercharger. Die Allgemeinheit hat von diesen Ladestationen allerdings nichts, räumte Kösters ein. Verkaufen darf er den Strom aktuell nicht, weil die Ladesäulen nicht „eichrechtskonform“ sind, erklärte er.

Zur Eröffnung des Standorts habe man angestrebt, die Ladesäulen für Jedermann zugänglich zu machen. „Wir haben leere Kapazitäten gesehen.“ Die Befürchtung habe sich aber nicht bestätigt, sodass man nun überlege, eine Säule öffentlich zugänglich zu machen.

In der Gemeinde Holzwickede gibt es aktuell vier Ladesäulen für E-Fahrzeuge. Vier weitere kommen dazu, wie Bürgermeisterin Ulrike Drossel mitteilt. „Im Norden, in der Mitte, im Süden und im Osten an der Schönen Flöte.“

Betriebliche Mobilität ist Thema der IHK

Auch die Industrie- und Handelskammer zu Dortmund hat das Thema Mobilität auf dem Schirm. Sie richtet den Blick auf die verbesserte Erreichbarkeit von Unternehmen. Dafür ist Anfang dieses Jahres das Netzwerkbüro „Betriebliche Mobilität“ gegründet worden.

Betriebe werden darüber aufgeklärt, wie sie die betriebliche Mobilität verändern und verbessern können, erklärte IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Schreiber. Er ging in seinem Vortrag außerdem auf die wirtschaftlichen Stärken Holzwickedes ein. Die Zahl der IHK-zugehörigen Unternehmen ist im gegenüber dem Vorjahr um 17 auf 1122 gestiegen.

Als Referent des Wirtschaftsgesprächs war auch Frank Haase des Unternehmens BEW Versicherungsmakler aus Holzwickede eingeladen worden. Er klärte die 65 Gäste über die Optimierung von Risikofaktoren für mittelständische Unternehmen auf. Risikokosten setzen sich aus Versicherungs- und Schadenkosten zusammen. Über letztere hätten Unternehmen häufig keinen Überblick. Die Schadenkosten stiegen aber in jüngster Vergangenheit durch Cyber-Angriffe und Unwetterereignisse. Wer als Unternehmen seine Risiken regelmäßig analysiere und deren Absicherung prüfe, vermeide hohe Kostenbelastungen.

Unna am Abend

Täglich um 18 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.