Düstere Krimis und fesselnde Liebesgeschichten beim Corona-Kurzgeschichten-Wettbewerb

dzHowiBib-Freunde

Der Kurzgeschichten-Wettbewerb der HowiBib-Freunde war ein Erfolg. 13 Einsendungen rund um das Thema Corona haben sie bekommen, Autoren und Geschichten könnten unterschiedlicher nicht sein.

Holzwickede

, 28.04.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Förderverein der Bibliothek - die HowiBib-Freunde - suchte kreative Menschen, die Kurzgeschichten zur Corona-Zeit geschrieben haben. Ein paar Tage nach Einsendeschluss kann Vorsitzender Jörg Häusler sagen: „Es ist mehr geworden als erwartet.“

13 Geschichten sind bei den HowiBib-Freunden eingegangen. Die Verfasser könnten dabei unterschiedlicher nicht sein. „Unsere jüngste Teilnehmerin ist 14 Jahre alt“, erzählt Häusler. „Ich hätte allerdings nie erwartet, dass sie erst vierzehn ist. Das merkt man ihrer Geschichte nicht an.“ Der älteste Teilnehmer hingegen ist jenseits der 80 Jahre.

Geschichten aus Hamburg, Berlin und Bremen

Und nicht nur im Alter unterscheiden sich die Teilnehmer. „Wir haben Einsendungen aus Berlin, Hamburg und Bremen bekommen“, so Häusler. „Aber natürlich auch viele aus dem Kreis Unna.“ Warum Leute aus entfernten Städten teilgenommen haben und wie sie auf den Wettbewerb aufmerksam geworden sind, kann Häusler nur in einem Fall beantworten: „Die Teilnehmerin aus Berlin hat Verwandtschaft in Schwerte.“

Jetzt lesen

Die Corona-Geschichten selbst sind breit gefächert. „Wir haben Krimis, Thriller, aber auch Fantasy und Liebesgeschichten“, erzählt Häusler. „Das ist richtig bunt geworden.“ Besonders Krimis seien bei den Teilnehmern beliebt gewesen. Eine Einsendung ist sogar ein Gedicht über Corona, in Unna lokalisiert.

Mehr zum Thema

Was mit den Geschichten passiert

  • Über den weiteren Ablauf machen sich die HowiBib-Freunde nun Gedanken.
  • Da es mehr Geschichten sind als erwartet, ist auch eine Anthologie, also eine Kurzgeschichten-Sammlung, denkbar. „Dafür müssten wir aber nochmal mit den Autoren sprechen. Abgeneigt wären wir aber nicht“, so Häusler.
  • Ob die Kurzgeschichten am Ende wie geplant auf der Homepage veröffentlicht werden oder doch als Buch oder E-book erscheinen, bleibt also vorerst noch offen.

Derzeit befasst sich nun die Jury mit den Geschichten. Häusler ist zuversichtlich, bereits Anfang Mai die Sieger verkünden und zumindest online küren zu können. Er selbst sitzt jedoch nicht in der Jury. „Ich kenne ein paar der Teilnehmer. Das wäre nicht fair.“

An Lesung weiterhin festhalten

Wie es danach weitergeht, kann er noch nicht abschätzen. Die geplante Lesung muss bis auf Weiteres erstmal verschoben werden. „Aber wenn die Leute es wollen, machen wir die auch gerne noch Ende des Jahres.“ Das hinge jedoch vor allem von den Autoren ab. Je mehr lesen wollen würden, desto größer wäre die Freude der HowiBib-Freunde. „Schreiben ist eine Kunst und ich bewundere die Autoren dafür, dass sie das können. Das sollte honoriert werden.“

Dass bei dem Wettbewerb sogar Autorinnen und Autoren teilgenommen haben, die bereits veröffentlicht haben, freut ihn besonders. „Damit habe ich gar nicht gerechnet, dass die trotzdem noch bei einem Wettbewerb mitmachen, obwohl sie wissen, dass sie nichts dafür bekommen.“

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Automatensprengungen
Angst vor Sprengungen: Sparkasse nimmt Geldautomaten in Unna und Fröndenberg vom Netz
Hellweger Anzeiger Klavierfestival Ruhr
Die Kultur kehrt zurück: Gemeinde sperrt sich nicht gegen Konzert auf Haus Opherdicke
Hellweger Anzeiger Kindergärten
Kreisjugendamt will Kita-Beiträge für Juni erlassen - Fröndenberg schreibt Mehrkosten auf