Drogen im Kühlschrank, Waffen griffbereit – jetzt geht Holzwickeder ins Gefängnis

von Sylvia Mönnig

Holzwickede

, 29.08.2019, 16:53 Uhr / Lesedauer: 1 min

Mit Drogengeschäften wollte ein Holzwickeder (32) seinen eigenen Konsum finanzieren. In Bergkamen erwarb er Ecstasy, um es zu verkaufen, in Holzwickede lagerte er Amphetamin. Deshalb saß er nun auf der Anklagebank.

Seit etlichen Jahren nimmt der Holzwickeder Drogen, geriet aus diesem Grund ab 2007 auch immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt. Im aktuellen Fall kaufte er Anfang des Jahres bei einem Bekannten in Bergkamen 2000 Ecstasy-Pillen, die er dann gewinnbringend weiterveräußerte.

Am 25. April wurde seine Wohnung durchsucht und die Ermittler stießen neben rund 1,6 Kilo Amphetamin, das er im Gefrierfach lagerte, auf ein Butterfly-Messer in seiner Hosentasche und im Bereich der Tür unter anderem auf eine Machete und einen Baseballschläger. Da die Waffen griffbereit deponiert waren und er die Drogen damit notfalls hätte verteidigen können, wurde ihm in dem Fall nicht nur Handeltreiben zur Last gelegt, sondern bewaffnetes Handeltreiben – allerdings aufgrund der schlechten Qualität des Amphetamins in einem minderschweren Fall.

Im Prozess vor dem Unnaer Schöffengericht zeigte sich der Holzwickeder nun sofort geständig. Keine echte Überraschung, da er den Erwerb und Weiterverkauf der Ecstasy-Pillen bereits bei der Polizei freiwillig offenbarte und ansonsten auch dort schon bereit war, Angaben zu Lieferanten und Abnehmern zu machen.

Lediglich bei dem in seiner Wohnung gefundenen Amphetamin machte er Abstriche und gab an, das im Prinzip nur für seinen Schwager gebunkert zu haben – mit dem Ziel, einen Teil davon für sich selbst abzuzwacken. Als die Qualität dann so miserabel gewesen sei, sei er den Stoff nicht mehr losgeworden.

Sein Geständnis und die Aufklärungshilfe sprachen letztlich für ihn, seine Vorstrafen gegen ihn. Auch wirkte sich strafschärfend aus, dass die Polizei in seiner Wohnung offenbar kurze Zeit später erneut Drogen und Waffen entdeckte. Das Verfahren endete mit zwei Jahren und zehn Monaten Haft. Auch ordnete das Gericht die Unterbringung in einer Entzugsklinik an.

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