Fast eine halbe Million Euro zusätzlich für Holzwickedes Schulen

dzDigitalpakt

Zum Start des Schuljahrs ist klar, wie viel Geld einzelnen Kommunen im Kreis Unna aus dem Digitalpakt Schule zur Verfügung steht. Die Summe für Holzwickede mag hoch erscheinen, doch das täuscht.

Holzwickede

, 29.08.2019, 13:48 Uhr / Lesedauer: 2 min

Exakt 480.725 Euro kann die Gemeinde als Schulträger über den Digitalpakt NRW für die digitale Ausstattung von Schulen beantragen. Auf den ersten Blick eine stolze Summe. Teilt man sie neutral auf alle Holzwickeder Schulen auf, bleiben den vier Grundschulen, der Josef-Reding-Hauptschule und dem Clara-Schumann-Gymnasium je 80.000 Euro.

Besser als nichts – aber auch genug, um die Digitalisierung der Schulen voranzutreiben? Zum Vergleich: Allein ins Schulzentrum hat die Gemeinde als Schulträger über die Sommerferien 60.000 Euro investiert, um in CSG und JSR schnelleres und konstantes Internet zu ermöglichen oder die Lernwerkstatt für Kinder mit pädagogischem Sonderbedarf mit entsprechenden Geräten einzurichten.

90-prozentige Förderung für Digitalisierung an Schulen

Insgesamt können die Schulen in NRW über den Digitalpakt auf eine Fördersumme von rund einer Milliarde Euro zurückgreifen, bundesweit sind insgesamt fünf Milliarden Euro vorgesehen. Die Fördermittel können ab Mitte September beantragt werden. Die entsprechenden Richtlinien hierzu wurden so gerade eben zum neuen Schuljahr durch das Schulministerium fertiggestellt.

Demnach trägt der Schulträger zehn Prozent der Gesamtausgaben. Gefördert werden können Investitionen in die IT-Infrastruktur, die Anschaffung von digitalen Endgeräten sowie von schulgebundenen mobilen Endgeräten und Investitionen in regionale Maßnahme.

Fördermittel sind in aktuellen Maßnahmen noch nicht berücksichtigt

Der Digitalpakt, um den Bund und Länder im Frühjahr lange rangen, dürfte auch im Ausschuss für Schule, Sport, Kultur und Städtepartnerschaften am 18. September eine Rolle spielen. Dann will die Verwaltung einen aktualisierten Medienentwicklungsplan vorstellen. In der letzten Sitzung vor den Ferien monierten die Fraktionen, dass einzelnen Vorhaben eine konkrete Zuordnung zu den Schulen und ein Zeitrahmen zu Umsetzung fehlte.

„Der aktualisierte Plan bietet entsprechende Daten für die Umsetzung von Infrastruktur-Maßnahmen und Beschaffung digitaler Endgeräte bis ins Jahr 2023 hinein“, sagt Fachbereichsleiter Matthias Aufermann. Bisher ausgeführte und künftig beschlossenen Maßnahmen sind von den neuen Fördermitteln unberührt. Das heißt die Gemeinde als Schulträger könnte die gut 480.000 Euro zusätzlich investieren oder zur Finanzierung bereits beschlossener Maßnahmen nutzen.

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