Die Kulturbeauftragte der Gemeinde hat ein Kultur- und Ehrenamtskonzept vorgelegt, das die Bedürfnisse aller Holzwickeder bedienen soll. Lässt sich alles realisieren, wird es bunt.

Holzwickede

, 08.12.2018 / Lesedauer: 3 min

Die möglichen Veranstaltungen, die von Holzwickedes Kulturbeauftragten Kristina Cikes unter der Woche präsentiert wurden, sind mitunter ambitioniert. Bestehende Veranstaltungen zu verbessern, das ist ein Ziel von ihr. Sie möchte aber auch ganz neue Formate etablieren, deren Umsetzung mit Schwierigkeiten verbunden sein könnte.

Cikes baute ihre Vorschläge auch anhand einer Bevölkerungsanalyse auf, um herauszufinden, welche Zielgruppen für Holzwickede relevant sind und welche davon im Veranstaltungskalender unterrepräsentiert sind. Cikes kam zu dem Schluss, dass es vor allem an Angeboten für Jugendliche, für Menschen mit multikulturellem Hintergrund und für Alleinerziehende fehlt. Wobei letztere Gruppe durchaus über Angebote für Familien bedient werden könne.

Events für Sportler und Ehrenamtler überarbeiten

Überarbeitet werden soll der Sportlertag unter dem Motto „Höher, schneller, weiter“. Das Thema Umwelt und Sport soll für die Allgemeinheit noch sichtbarer gemacht werden. Vereine können ihre Angebote präsentieren. 2018 wurden Sport im Park, Stadtradeln, Sportlerehrung und der Business-Cup im Montanhydraulikstadion zwar gemeinsam beworben, kamen aber nicht als eine Veranstaltung daher. Gemeinsam mit dem Ortsverband Sport und den Vereinen im Sport- und Umweltbereich will sich Cikes für 2019 hier abstimmen, wie sich der Sportlertag neu aufstellen lässt.

Ebenfalls bekannt, aber umstrukturiert werden soll der Ehrenamtstag. 2017 gab es im Forum ein Bühnenprogramm, Getränkecatering durch die Politik und eine Autogrammstunde. So ähnlich wird das Ehrenamt wohl auch in 2019 geehrt, ehe die nächste Veranstaltung dann in 2021 durch eine mediale Kampagne mit Foto- und Videoproduktionen aufgewertet werden soll.

Drei neue Formate für die Gemeinde

Neuland will Cikes in Holzwickede mit drei Veranstaltungen betreten. So soll es im Sommer ein Fest unter dem Motto „Holzwickede karibisch“ geben. Das Format ist in anderen Kommunen bereits verbreitet und kann auf dem Marktplatz durchaus funktionieren – mit Beachvolleyball und verschiedenen Musikacts. Und der Rathausumbau? Das habe man laut Cikes bereits geprüft, ein Fest wäre trotz benachbarter Baustelle machbar.

Für das Jahr 2020 sind zwei neue Formate im Gespräch: ein Nachhaltigkeits- sowie ein Multikulti-Festival. „In Holzwickede leben auch 1500 Menschen aus insgesamt 77 Nationen“, sagt Kristina Cikes. Diesen Aspekt des Gemeindelebens soll ein Fest mit passenden Speisen, Musik und Ländererkundungsmöglichkeiten verdeutlichen.

Die Vielfalt im Holzwickeder Veranstaltungskalender soll steigen

„Werne karibisch“ lockt Einwohner und Gäste auf den Werner Marktplatz. Auch in Holzwickede soll es so eine Veranstaltung geben. © Foto Helga Felgenträger

Ebenfalls für 2020 ist unter dem Motto „Grüner wird’s nicht“ ein Nachhaltigkeits-Festival für Städter und Landliebhaber angedacht, wie es Cikes formuliert. Die Idee dahinter: Pro Festivalticket kauft jeder Besucher ein Stück Rasen (symbolisch einen Beutel Samenkerne) zur Wiedergutmachung der Flächennutzung. Es sollen unterschiedliche Themenstände für Veganer, Vegetarier und Alles-Esser geboten werden, zudem eine Festbühne mit Musik. Die Kulturbeauftragte denkt, dass man hierfür eine umliegende Freifläche nutzen könnte.

Künftig quartalsweise

Veranstaltungskalender erscheint öfter

Um auch in der gedruckten Version besser auf Veränderungen reagieren zu können, kündigt die Kulturbeauftragte Kristina Cikes an, dass der Veranstaltungskalender der Gemeinde künftig in gedruckter Form statt halb- nun vierteljährlich erscheinen soll.

Der zuständige Fachbereichsleiter Matthias Aufermann sagt dazu: „Wir haben zumindest einen potenziellen Kandidaten für eine Freifläche im Auge. Gespräche müssen wir aber erst führen.“ Auch würde so ein Festival einen Hauptsponsor benötigen. Der bisherige Sponsorenanteil im Kulturbudget über rund 70.000 Euro speist sich nahezu komplett aus Zuwendungen der Sparkasse. Das alleine würde nicht genügen.

Mehr Raum zum Ausprobieren

Wie berichtet, soll die Rausinger Halle zudem ab dem dritten Quartal 2019 vermehrt für Kleinkunstveranstaltungen genutzt werden. Damit Kabarett, Musik, Lesungen und Comedy hier funktionieren, investiert die Gemeinde in Technik und lässt die Halle aufhübschen.

Zudem schlägt Cikes vor, den Holzwickeder Sommer nur alle zwei Jahre zu organisieren. So könnten abwechselnd neue Formate wie Sommer-Lichtkunst im Emscherpark, Urban Street Projekte vor dem Rathaus oder auch an anderen Orten und Plätzen in Holzwickede ausprobiert und finanziert werden.

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